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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-07-01 · Heft 7 (Juli 1880) · p. Seite 300

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 7 (Juli 1880)
Article
Eine dunkle Stelle in der Beschreibung der Tempeleinrichtung
Date
1880-07-01
Page
Seite 300 (sequence 12)
Language
German
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IRI
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300 Eine dunkle Stelle in der Beschreibung der Tempeleinrichtung. Damit ist die ganze Stelle ungezwungen erklärt. אחר חרד לאמת בית השית ואחד פותח מק, der Eine von den Beiden öffnete beim Morgengrauen, ehe er die Pforten öffnete, die Fenster, und der Andere stieg hinab in die Tiefe zum Kanal des unterirdischen Raumes. Dieser mußte durch die Quadratelle breite Oeffnung in der nächsten Nähe des Altars steigen, welche stets mit einem Marmordeckel geschlossen war. Gereinigt wurde der Kanal durch die Wassersammlung, welche sich ebenfalls unterhalb des Tempels befand, wie denn überhaupt der Tempelboden in der Tiefe Höhlen und Gänge hatte 1). Eben deßwegen wurde der unterirdische Raum so sehr bewundert, daß die Sage ihn zugleich mit der Schöpfung entstehen ließ (o. S. 296). Es war gewissermaßen ein Tempel in der Tiefe mit Gängen und Vorrichtungen. Der Wasserbehälter im Souterrain des Tempels wurde durch einen Kanal von der Quelle Etam gespeist^). Mit diesem unterirdischen Behälter brachte ein gewisser Ben-Katin durch einen Mechanismus den Waschbecken im iunern Vorhofe in steter Verbindung (בן קטין עשה מוכגי לביור). Es war also leicht, ben Blutkanal vermittelst des Wassers reinzuspülen. Die Etymologie von שית oder שיחין, worunter, wie sich gezeigt hat, der ganze unterirdische Raum unterhalb des Tempelbodens verstauden wurde, ist schwer zu ermitteln. Wahrscheinlich derivirt es vom aramäischen Stamme שחת, davon משתיתא die Gruudfeste, der Untergrund, die Tiefe, vgl. ob. S. 296. שיחין ist gleich Midrasch zu Samuel Absch. 26 אלף וחמש מאות אטה חפר דור לעמוד על משח י חח של ארץ steht geradezu משתית für י) Tosefta Kelim I, babli Pesachim p. 86 a: ר׳ יהודדח אומר מחילוח .תחת חהיכל חול י) Am deutlichsten trabirt Jerus. Ioma p. 41 a 4י*מת המיס הירתה מושכת לו (לכיור) מע ימם. Diesen unterirdischen Wasserbehälter und wahrscheinlich den Kanalbau dazu hat wohl Simon der Gerechte angelegt. Vgl. Graetz, Geschichte d. I. II, b 238 N. I, Josephus Al terth. VIII. 7. 3. m

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