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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-07-01 · Heft 7 (Juli 1880) · p. Seite 301

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 7 (Juli 1880)
Article
Eine dunkle Stelle in der Beschreibung der Tempeleinrichtung
Date
1880-07-01
Page
Seite 301 (sequence 13)
Language
German
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Eine bunfle Stelle in der Beschreibung der Tempelcinnchtuvg. 301 שיחין• Michaelis Etymologie des aramäischen Wortes שתאם und שתאסתא, davon sogar ein Verbum im Syrischen und Targum gebildet ist ״ שחסgründen," ist durchaus plausibel, daß es nämlich ein Compositum ist von שח Grund und אסחא ,אסא die Mauer (Castelli lexicon Syr. 8. v. שחס). Ohne diese Annahme nehmen sich das Verbum unv Nomen recht wunderlich aus. Da im Aramäischen שתי neben ״trinken" auch ״weben "bedeutet, und davon משחיתא, das Gewebe derivirt, und von ״ שתוGrund" ebenfalls משחיחא gebildet ist, so herrscht in den Lexiea eine krause Confusion darüber. Man muß aber eine Geminal-Form שתת fest- Ijalteu und von dem Stamm שתי trennen, so sind die Ableitungen durchsichtig. Im biblischen Hebräisch kommt dieser Stamm wohl nur einmal vor השחות, das Aquila am richtigsten übersetzt: p£- hoc Grundfeste. Säulen oder dergleichen metonymisch als Träger des Staates oder Gesetze kann es durchaus nicht bedeuten; dagegen spricht das Verbum הרס, das dabei angewendet wird. Die Homonymen עד שתותיהם und והיו שרווחיה מדכאים müssen durchaus davon unterschieden werden; denn diese stammen vom Verbum שחת, welches ״fließen, rinnen" bedeutet (vgl. Monatsschrift Jahrg. 1676, S. 374 fg.).

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