Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1880)
- Article
- Eine dunkle Stelle in der Beschreibung der Tempeleinrichtung
- Date
- 1880-07-01
- Page
- Seite 299 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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Eine dunkle Stelle in der Beschreibung der Tempelcinrichtung. 2!1!> eine andere weite Oeffnung, welche ganz nahe am Altar war. Dieses Blut sammelte sich in eine»» Kanal (אטה) und wurde durch denselben in das Kidron-Thal abgeleitet. Selbstverständlich mutzte der Blutkanal in dem uilterirdischen Raume öfter gereinigt werden, sonst würde das stagnirendz Blut ihn unbrauchbar gemacht uub den Abfluß gehemmt Hab»». Daher ist richtig angegebei», daß mai» das Schit gereinigt habe, was aber durchaus von dem Blutkanal gelten, mutz; יזררין לשיח וטגקין אוחו, will eigentlich sagen .יורדין לאסח השית ומנקין אוחד מדים. War die Säuberung eine Nothwendigkeit, so ist es selbstverständlich, daß sie j e d e n Tag vorgenomnien »verden mutzle. Der Context der Stelle spricht auch offenbar von täglichen Berrichtungen. Dazu »var auch die Oeffnung recht breit angelegt, um bequem täglich in dei» unterirdische!» Raum steige» zu könne»». Mutzte dieser Naun» (שיח), oder richtiger der Kanal (אטח השיח) täglich gereinigt werden, so »nutzte einer der Ahroniden von der Wochenabtheilunq, welche Dienst hatte, dainil beauftragt werden. Diese ermittelten Resultate erleichtern u>»s nun das Verständnitz der dunkeln Stelle, »reiche das Thema bildet. Man braucht nur zlo emendiren אחר יורד לאטח ביח השחי in לאטח בית השיח oder השיח ין, um die Schwierigkeit verschwinden zu machen. Das Wort טיח »veist ja nothiveudig aus einen Platz, und so ist die Emendation berechtigt. טיח השיח ist der ,»״tericrdische Raum unter den» Altar, אטח טיח השיח ist der Blutkanal, אחר יורד לאטח will ganz textgemätz aussag«»», einer der beiden a»>Sgelosten Ahroniden stieg hinab in die Tiefe zum Kanal, u»» diesen zu säuberr». Weil dieses Geschäft nicht sehr angenehm war, wurde es einem der beiden Ahrmriden übertragen, welche besondere Ehrensunktionen hatten, nämlich sich in das Inner« des Tempels zu begeben, um den goldenen Altar oder den Leuchter zu säubern. Diese Funktionen galten jedenfalls höher, als die Asche vom äußeren Altar wegzuräumen.