Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1880)
- Article
- [Rezension] / Rosenthal
- Date
- 1880-06-01
- Page
- Seite 280 (sequence 7)
- Language
- German
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280 Recrnsion. einfache Uebertragung dessen, was Asariah de Rossi an der vom Vers, citirten Stelle sagt. Neu ist blos der hypothetische Ausspruch des Verfassers, daß man bei den Nachrichten von den süns Alten an die bekannten fünf Jünger des R. Jochanan b. Sakkai de»»- ken könnte, wozu aber, meines Erachtens, neben der Annahnie sonstiger TexieSverstüiiimelungen mindestens noch eine anzunehmen wäre. Da nämlich diese fiinf Jünger doch nicht selbst die griechische Urbersetzung geliefert haben konnten, so müßte es anstatt שסוזכו heißen שטזכו כםניזהם oder dergl. Was den Verf. veranlaßt hat, von der sachgemäßen Erklärung Graetz's (Gesch. der Jud. III, 3. Aufl. p. 616), nach welcher ein ganz correkter Text bloS zwei verschiedene Relationen, die historische und die sagenhafte, wiedergiebt, abzumeichen, sagt der Verf. nicht. Wir sind also auch nicht in der Lage, den Werth seiner Gründe zu prüfen. Für sehr richtig halte ich die Auseinandersetzung des Verfafsers (1>. Ui ss ), auch die gegen Krach, daß sännntlich« Berichte im Talinud und Midrasch für die Tödtung des LollianuS und PappnS unter Trajan sprechen. Dagegen können mir uns anderseits nicht verhehlen, daß gar viele inneren historischen Gründe dafür sprechen, daß die Erlaubniß zu dem Wiederaufbau des Tempels nicht von Trajan, sondern von Hadrian apsgegangen ist. Mir will scheineu, daß die von« Verf. (p. 21) angedeutete leichte Verwechselung von Lydda und Laodieäa auch zu einer irrthümlichen Jdentiftcirung des LollianuS und Pap-uS mH Seinajah und Achijah (Taanit 18 b) Veranlassung gegeben habe, und daß dieser Jrrthum die Ursache der Confusion der Quellen wäre. Denn offenbar stimmt auch die Beschuldigung des LollianuS und Pappus in Genesis Rabbah c. 64 und sonst mit der in jer. Schebiit IV, 2 nicht überein. Diese beiden Relationen weisen auf verschiedene Situationen und verschiedene Personen hin. Auf diese Materie denke ich nächstens bei einer anderen Gelegenheit näher einzuge-