Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1880)
- Article
- [Rezension] / Rosenthal
- Date
- 1880-06-01
- Page
- Seite 278 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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278 Recension. aus dem sie zumeist geschöpft hätten, geht er zur Betrachtung der Stellung über, welche der Talmud zur Gnosis hat. Auch in der jüdischen Gnosis, welche bereits von Graetz eingehend und auch von Krochmal behandelt wurde, weist der Verf. die Spuren der platonisch-pythagoräischen Anschauungen nach. Ueber die jüdische Gnosis sagt der Verf. eigentlich nicht wesentlich Neues, was durch die gediegenen Arbeiten der genannten Gelehrten nicht bereits bekannt wäre. Als eine richtige Bemerkung heben wir hervor, daß in den: in den talmudischen Schriften vorkommenden שר העולם nicht der gnostische ״Demiurg" (Weltschöpfer), sondern ein gewordener Engel zu verstehen sei, der dem Kosmos als Archon vorsteht, (p. 128). Der Verf. glaubt sich mit dieser Meinung — p. 124 — in einem Gegensatze zu Krochmal. Das ist im Grunde nicht der Fall. Denn der Verf. kann damit ttitt die Anmerkung porta 16 More Nebuche hazeman Lemberg 1851 p. 228 gemeint haben. Bei einem Vergleich mit porta 12 p. 159 a wäre zu finden gewesen, daß auch Krochmal nichts Anderes als מלאך darunter verstand. Treffend ist die Erklärung einer dunklen Stelle in Chagiga llb. ומהו וה קו ירוק שמקיף את כל העולם כלו שממנו יוצא חושך .... durch den Hinweis auf den gelben Kreis, der nach Origines auf dem ophitischen Diagramm gewesen. In dem Verbot der Mischnah, Erklärungen über verbotene Ehen vor drei Personen vorzutragen, hat Graetz bereits das wesentlich Richtige gefunden, indem er diese Bestimmung mit Mischnah Megillah IV, 9 in Verbindung bringt, wo derselbe המכנה כעריות als A ll e g o r i si r u u g der verbotenen Ehen deutet. Im Anschluß an diese Erklärung findet der Verf. in jener Bestimmung noch besonders eine Abwehr der sogenannten Syzigienlehre der Gnosis, welche in die göttlichen Potenzen den Gnostiker, die Aeonen, den ©eQenfag des Männlichen und Weiblichen einführt. Für die ©ווסו^ע^«, welche im Talmud nicht ausdrücklich zu