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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-04-01 · Heft 4 (April 1880) · p. Seite 162

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 4 (April 1880)
Article
Abu'l-Walid Mervan Ibn G'anah's Leben
Date
1880-04-01
Page
Seite 162 (sequence 18)
Language
German
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162 Abu'l-Walid Mervan Jbn G'hana's Leben re. in Bezug auf die Sprache der Bibel das wäre, was die roma- Nischen Sprachen der Sprache Cicero'S gegenüber sind י). Aber die vereinzelten und vereinsamten Produete frommer Männer, die ohne Geschmack, statt an den reichen Duellen der heiligen Schrift ihren Durst zu stillen, die trüben Gewässer der Agada und des Midrasch aufsuchten, welche in einem Gemisch von schlechtem Hebräisch, Syrisch und volkslhümlicheri Nedensarten abgefaßt sind, genommen von den Völkern, in deren Mitte sie lebten, schufen nur eine Verwirrung, von welcher Chajudsch mit Recht behaupten konnte, ״daß sie die Grundlagen der Sprache zerstörte, die Mauern niederriß und die Grenzen verwüstete." Chajudsch widersetzte sich mit Erfolg diesen Zerstörern; er stellte feste Regeln auf um die Wurzeln mit schwachen Buchstaben und die mit Geminalbuchstaben zu unterscheiden, zählte sie alphabetisch auf, indem er die Formen und die verschiedenen Bedeutungen jeder Wurzel aufzählte, und so den Weg zu einer präciseren und weniger zweifelhaften Exegese bahnte. Er verdient den י) Diese Analogie, die sich in der Zersetzung der Sprache zeigt, würde an und für sich bereits genügen, um die Peotanim in ein lateinisches <romanisches) Land zu versetzen. Man hat bereits bemerkt, das; Kalo• nie die arabische Nace, oder den Islam erwähnt. Seit dem 4. Ja hrhdt. ersetzte der Reim immer mehr und mehr die Prosodie in die Kirchenhymnen. Während der Kriege über das Exarchat Navenna's und der Longobarden, erklären uns die Leiden, welche die Juden Süditaliens erlitten, die tiefe Trauer, welche die religiösen Dichtungen des 7. und 3. Jahrhdts. athmen, zu welchen Kalir gehörte. Vgl. Äractz Monatsschrift 185!), 361—370; Landshut, Aböiläh p. 28. Das von Renan ausgestellte Princip Uoc. cit. p. 429), daß es keine neusemitische Sprache gebe und die ebenso geistreiche als beredte Erklärung hiezu, wurde vom Autor selbst in der Anwendung beschränkt. Das Neusyrische z. B., von dem Nöldeke mit so viel Scharfsinn die Grammatik zp.sammengestel.lt, bedarf nur eines civilisatorischen Wesens, wodurch sie eben so gut vom Altaramäischen sich unterscheiden würde, wie eine romanische Sprache vom Lateinischen. Und Liese Bildung scheint so vor sich zu gehen, daß man nicht einmal den zerstörenden Einfluß der Gelehrten zu fürchten braucht, welche gerne die classische Sprache der Pefchitherbeiführen würde.

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