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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-04-01 · Heft 4 (April 1880) · p. Seite 161

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 4 (April 1880)
Article
Abu'l-Walid Mervan Ibn G'anah's Leben
Date
1880-04-01
Page
Seite 161 (sequence 17)
Language
German
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Abu'l-Walid Mervan Ibn G'anah's Leben je. 161 tafle überläßt, phantasirt man." Er unterscheidet sehr wohl zwischen Buchstaben, die dazu dienen, die Wörter zu v e r g r ö- Hern und denen, die einen Theil der Wurzel zu bilden scheineu und den wirklich servilen Buchstaben (נמ&רחים). Sein Styl ist fast immer correct und er überschreitet nie die Grenze der biblischen Sprache. Manchmal hart in seinem Lexicon, weil der Gebrauch des Hebräischen um wissenschaftliche Fragen zu behaudein neu ist, wird er elegant und beredt in seinem Briefe j an Chasda'l-ibn Schaprut. Wie dem auch immer sei, wenn t man sich täuschte, so täuschte man sich bei oder vielmehr trotz; vollster Sachkenntnis!. Man kannte sehr wohl das arabische! System, aber man wollte sich nicht darin verstricken. Ganz an-! ders hingegen verhält sich die Sache in den nichtarabischen Län- 1 dern, wo wir eine erschreckliche Menge von Neubildungen in das Hebräische eindringen sehen, in Folge des halsstarrigen Festhaltens an der Zmeibuchstabigkeit der Wurzeln der hebräischen Sprache in allen Wörtern, welche nicht drei hörbare Buchstaben enthalten. Zunz hat am Ende seiner synagogalen Poesie des Mittelalters sehr ausführliche Tabellen von all. den Neubildungen entworfen, die Männer wie Kalir, Josö ben JosS und viele andere Verfasser von liturgischen Gesängen in der heiligen Sprache gebildet'). Wenn die immer wachsende Unkenntniß der klassischeu Sprache einer der lebhaftesten Factoren in der Bildung neuer Zweige, die endlich die alte Sprache ganz verdrängen, ist, so würde das Hebräische jener Zeit, wenn es von einem ganzen Volke gesprochen worden wäre, und auf einem Erdtheil beschränkt, gewiß eine neuhebräische Sprache hervorgebracht haben, welche ') Die lynagogale Poesie deS Mittelalter-, Berlin 1855 p. 367 ff., ganz des. Beilage IX p. 378 fl. — Die Ritus des synagogalen Gottesdienstcs. Berlin 185S, p. 285. «*«et, M»»at«!chktft XXIX. 4. 11

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