Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 4 (April 1880)
- Article
- Abu'l-Walid Mervan Ibn G'anah's Leben
- Date
- 1880-04-01
- Page
- Seite 158 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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- hazzan 1× ep/1004827
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158 Abu'l-Walid Mervan Jbn G'anah's Leben rc. in dessen! Hause der lebhafte Streit, der von unserem Autor in beut kitäh at־taswija dramatisirt wurde, abgehalten wurde; daselbst erwähnt er auch einen gewissen Samuel al Chazzan, der an diesen Unterredungen Theil hatte; aber beide find unbekannte Persönlichkeiten. Uebrigens waren die ersten Gegner Jbn G'anahs, die er in Zaragoza hatte, nicht ausschließliche Bewunderer von Chajudsch. Die Vorwürfe, die man ihm machte, und denen er in den zwei Abhandlungen, die dem Mustalhik folgen, entgegnet, betreffen ebensowohl seine eigenen Werke, als auch die von Chajudsch. In Zaragoza und in der Umgegend waren ohne Zweifel noch feurige Anhänger der alten Schule, welche die ein- und zweibuchstabigen Wurzeln annahmen. Das ist eine sehr wichtige Frage, bei der wir uns länger aufhalten müssen. Wenn ma» bedenkt, daß zur Zeit, wo David ben Abraham und Menahem ihre Wörterbücher abfaßten, die arabischen Grammatiker bereits seit 2 Jahrhunderten sehr genaue Kenntniß von der Dreibuchstabigkeit der semitischen Wurzeln hatten, daß sie das ilm ulnahw und ilm al-lugha über Grammatik und Lexicon abgefaßt, und zahlreiche und sehr ausführliche, daß ferner die Juden, welche die arabischen Länder bewohnten, das Arabische als ihre eigene Muttersprache lasen und sprachen, muß man wahrlich staunen, daß sie erst so spät das so einfache und rationelle System aus die hebräische Sprache angemendet haben. Man darf unmöglich dieses Verharren in veralteten Ideen einem Gefühle der Abneigung zuschreiben, welches die Inden etwa empsunden haben würden, gegen jede Entlehnung von ihren religiösen Feinden in Bezug auf die heilige Sprache. Nichts ist mehr entgegengesetzt dem Geiste jüdischer Lehrer als diese geistlose Strenge. Ueberall und zu jeder Zeit haben sich die Jude» mit einer seltenen Geschmeidigkeit und wunderbaren Leichtigkeit die Ideen der Völker angeeignet, in deren Mitte das Schicksal sie geworfen hatte. Sie