Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 4 (April 1880)
- Article
- Abu'l-Walid Mervan Ibn G'anah's Leben
- Date
- 1880-04-01
- Page
- Seite 153 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829528-2829533-2871992--19450-2872018- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Abu'l-Walid Mervan Jbn G'anah'S Leben rr. IS3 beim Tode ChaSda't's, der im Jahre 970 stattfand, 30 Jahre alt. Wenn roir auf diese Weise das Jahr 940 als Geburtsjahr von Chajudsch ansetzen, werden wir nicht weit von der Wahrheit uns entfernen, wenn wir annehmen, das; N. Samuel Hallövi im Jahre 1005 seine Vorlesungen zu hören begann. Wie frühreif aber der NLgid auch immer gewesen sein mag, vor 12 Jahren wird er trotzdem kaum einen Nutzen von dem Unterrichte dieses Mannes haben ziehen können. Chajudsch war also damals 65 Jahre alt und mir haben mehrere Gründe anzunehmen, daß er S oder 6 Jahre darauf starb (gegen 1010). Die Ereignisse, von denen wir sogleich sprechen werden und welche die Zerstreuung der Gemeinde Cordova zur Folge hatten, fanden im Jahre 1012 statt. Man sagt, daß Samuel sich nach Malaga flüchtete, während Jbn Djanah sich endgültig in Zaragoza niederließ; man wurde ohne Zweifel auch ei» Wort über den Zufluchtsort von Chajudsch geäußert haben, wem! auch er Zeuge der traurigen Thatsachen gewesen wäre, welche damals die Hauptstadt des muselmännischen Spaniens verwüsteten. Aber was noch mehr in die Wagschale fällt; ist es denkbar, daß Jbn G'anah, der 1012 gewiß schon seit mehreren Jahren nach Lucena von Cordova zurückgekehrt war, da er von letzterer Stadt als von einem Orte spricht, wo er eine Menge Freunde zurnckgelaffen hat und wo er ein ruhiges und fleißiges Leben verbracht hatte, ist eS möglich, sagen wir, daß Jbn Djanah sich nicht mit einem Gelehrten von der Bedeutung Chajudsch's in Beziehung gesetzt hatte, wenn Chajudsch zur Zeit der Niederlassung Jbn Djanah's in seiner Valerstadt noch gelebt hätte? Unter den zahlreichen Stellen, wo Jbn G'anah mit Hochachtung und Bewunderung von den Werken des Chajudsch spricht, verräth auch nicht eine einzige die geringste Spur von persönlichen Beziehungen zwischen zwei Man. nern, welche durch ihre aufeinanderfolgenden Bestrebungen, auf