Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 4 (April 1880)
- Article
- Abu'l-Walid Mervan Ibn G'anah's Leben
- Date
- 1880-04-01
- Page
- Seite 152 (sequence 8)
- Language
- German
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152 Abu'l-Walid Mervan Jbn G'anah's Leben rc. Chajudsch lebte. Die alten Quellen schweigen darüber. Wenn aber, wie wir dieß mit Pinsker, Graetz und Geiger י) annehmen, Chajudsch identisch ist mit Jehuda den David, der im Vereine mit Jsaae ben Gikatila, dem Lehrer Jbn Djcmah's, und mit Jsaae ibn Kapron, die Vertheidigung Menahems übernahm, und selber der Verfasser der Antwort der Schüler dieses Lexieographen war, so muß er ein Zeitgenosse Chasda'i Jbn Schaprut's gewesen sein, dessen Person Gegenstand vieler Lobeserhebung in der gereimten Vorrede, die an der Spitze der Antwort steht. Chajudsch entwickelt hier bereits dieselben Regeln über die Punktation, welche er in seinem Buche Kitäb et-tankit niedergelegt hat. Er hatte also eine Frühreife, und war wenigstens י) Likkute kadmonijot, Anhang p. 165, Geschichte der Juden V, 355, Jüdische Zeitschrift 2. Bd. p. 149, 9. Bd. p. 70. Der Beweis von Groß (Menahem den Saruk p. 28—den er gegen diese Identität ansührt, weil die Vorfahren Jehuda den David's Christen wären, ist hinfüliig. Der Antagonismus zwischen den gelehrten Juden Magrebs und den Spaniens, wovon Groß spricht, beruht auf einem Mißverständnis;. Wie ist es nur denkbar, das; der Höfling Dunasch, dem es vor allem um die Gunst des mächtigen Chasda'i zu thun war, die Gelehrten Spaniens hätte vernichten wollen, da doch Spanien das Vaterland eben dieses Chasda'i war? Wenn die Schüler Menahems, sich zu Dunasch wendend, sagen: ״Du behandelst die gelehrten und einsichtsvollen Männer Spaniens wie unwisiende und unsinnige Menschen", so übertreiben sie, in der Meinung, es sei dies gegen ihren Meister gerichtet worden, und da sie dadurch Chasdal' für sich zu gewinnen hoffen, der sich doch als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten dieser Halbinsel betrachtete. Andererseits wurde bereits die Uebereim stimmung der Antwort der Schüler Menahem's mit dem Kitab et-tankit schon von Stern (Liber Kesponsionum, t. I p. 53, Note 9, p, 56, Note 7 und 9) bemerkt, obgleich er in der Vorrede (p. LXXV), ohne zureichende Gründe, durchaus nicht Chajudsch mit dem Kämpen Menahem's identificiren will. Wahrscheinlich hatte dieser zur Zeit der Abfassung dieser Antwort das Gesetz der 3 Buchstaben und sein System der schwachen und Geminalbuchstaben entdeckt: in keinem Falle aber dürfte er dies in einem Werke veröffentlichen, welches bestimmt war, Menahem gegen Dunasch -n ver. theidigen, der eben so wenig wie jener die Natur der hebräischen Wur, zeln kannte.