Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1880)
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1880-02-01
- Page
- Seite 72 (sequence 5)
- Language
- German
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72 Die Fabel in Talmud und Midrasch. וביו ,א״ל ביש גרא וטטיא מולא סיף סוף כמה אח יכיל ,כך אמר הקכ״ח לרסן הרשע אי שוטה שבעולם אני אמרתי להשמידם כביכול ולא יכלתי שנאמר ויאמר להשמידם לולי משה בחירו עמד כסס לפניו להשיב חמתו סהשחית ואתה אמרת להשמיד להחג ולאבד, חייך רישך מתורם חלף רישיהין .דאינון לשיובא ואת לצליבא In Jalkut Ester fiuben wir sie zur Textstelle Ester 3, 5, woran sie auch im Rabba angelehnt erscheint. Bei einer Verglcichung der beiden Quellen erscheint die Fassung des Nabba als die ursprünglichere, weshalb wir sie hier nach dem Nabba gegeben haben. In dem von Jellinek edirten Midrasch ״Abba Gorion" (Beth Hamidrasch, Theil I) wird auf diese Fabel blos kurz hinge, wiesen mit folgenden Worten: וים בעיניו אמר רבי לוי לעוף שקינן וכוי (4$1 .ער א8ר לו חקי אהח מא גורלן של 3גי<r« kurze SWsttMW des Anfangs unserer Fabel ist darum von besonderer Wichtigkeit, weil wir durch sie den Namen Dessen erfahren, der die Fabel erzählte. Während sie in Rabba und Jalkut a n o n y m hingestellt ist, nennt Abba Gorion Rabbi Lev i, den fruchtbaren Agadisten des vierten Jahrhunderts, als Erzähler dieser Fabel •). Der Name 3tabbi Levi setzt uns aber auch in die Lage, auch für diese Fabel den historischen Hintergrund aufzufinden. ') Solche kurze Hinweisungen auf in Jalkut und Rabba enthaltene Stellen wiederholen sich öfter im Abba Gorion. Der Abschreiber dieses Midrasch fand es nämlich nicht nöthig — wie Jelline k in seinen einleitenden Worten zu diesem Midrasch richtig bemerkt — solche in Jalkut und Rabba enthaltene Stellen hier nochmals ganz ausführlich wiedcrzugebcn: begnügte sich vielmehr, Anfang und Ende solcher Stellen kurz zu registriren. Besteht doch ein ähnliches B-rhältnih zwischen dem Targum Jeruschalmi und Pseudo-Jonathan, wo der Abschreiber des erstern wiederum nur für nöthig fand, die mit dem letztern vari irend en Stellen zu excerpiren. Bei der Registrirung unserer Jabel muß der Abschreiber des Abba Gorion auch nur beabsichtigt haben, uns zu sagen, daß in diesem Midrasch diese sonst anonyme Fabel dem Rabbi Levi zugeschrieben werde- ף Dieser Umstand bekräftigt nur von Neue m Jellineks Annahme, daß Abba Gorion ein Urmidrasch sei. Woher hätte er sonst als S e cun. bür quelle den Namen Rabbi Levi an der Spitze unserer Fabel?!