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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-11-01 · Heft 11 (November 1879) · p. Seite 512

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 11 (November 1879)
Article
Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
Date
1879-11-01
Page
Seite 512 (sequence 4)
Language
German
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512 Das Buch Tobias oder Tobit, aus demselben Stamme — und wir dürfen hinzufügen — aus derselben Faniilie (משבטו וממשפחתו) wäre. Bestätig! wird diese Voraussetzung noch durch den Zusatz (IV, 13): ״Und nun, mein Sohn, liebe deine Brüder und sei nicht hochnmthig in deinem Herzen gegen die Brüder, Söhne und Töchter deines Volkes, dir vor! ihnen eine Frau zu n e h m e n; weil Hoch m u 1 h ist Untergang (?) und große Zwietracht und Schwelgerei ist die. Mutter des Mangels 1). Diese Znsammenwürfelung von Hochmuth und Schwelgerei in Beziehung auf das Eingehen einer Ehe außerhalb des Verwandteukreise-s ist nur durch die neuerstandene Lage nach der Tempel- Zerstörung erklärlich. Die judäische Aristokratie, d. h. die hohenpriesterlicheu Familien, die uoyjtoi-ic, waren durch Eontakt mit Herodiaueru und Römern am «leisten corrnmpirt, hatten deren Sitten und Ilnünen, Moden und Laster augeuommeu. Der Ehrgeiz stachelte aber Jünglinge, sied gerade mit diesen Vornehmen zu verschwägern. Gegen Solche ist diese Ermahnung ge- *) Kid!m] v7ttQn(f(t\'tvov t?( xa0()1\! ouv und iwr udeXifiov . . . xtd ttvyun\)('jr . ...?Jtfitiv aeavid) uv uv 1• yrrtuxu, f° weit ist der Tert richtig und aucf; im Ehald. Dem Original näher,wedergegeben, ולא יזוח לבך בבניא ובבנתא, das Uebrige fehlt. XHbcr 1ז0ט hier an ist der gr. Text .V. sinnlos: didu iv t?t vmottfaruj umdXetit Xltü UXUlUijtU 7T0XXt}, xtd iv l tt cdil\u iXui IWiUy xuo k vöfta fU-.yciX.tj /] yuo (}/jxtidit(c ft^i^o £011 tov Xii.ujv. Was soll hier uX^eunrfi ״UngeschiUlichkeit" oder ״Untauglichkeil"? Die anderen L. A. uXüijenunje; oder uyytdn^ sind nicht besser und nicht schlimmer. Einen passenderen Sinn giebt die alt-lat. Ueberselumg (it): (!uoniam superbia perditio et iiiconstantia (discordia) ma^na, et luxuria (dijugalitas יל) mater est inopiae. So har auch Ambrosius gelesen: luxuria water 68t famis. Es ist hier von zwei Lastern die Rede, von H o ch nt 11 t h g egen die eigene Familie und von Ueppigkeit bezüglich einer Frau aus einer fremden Familie. Denn ÜvyuttQec tov X a ov aov kann hier nur dasselbe bedeuten, wie V. 12 z?^ (pvXTjg tov nett- Q0g aov. Hebräisch würde der Vers lauten ואל יזוח לבך כאחיך וכבני עמך כי זחיחות הלב כביא ליד' קלקלה (?) וכחלוקס.

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