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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-10-01 · Heft 10 (Oktober 1879) · p. Seite 466

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 10 (Oktober 1879)
Article
Fragmente zur Aufstellung der Agada
Date
1879-10-01
Page
Seite 466 (sequence 4)
Language
German
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466 Fragmente zur Aufstellung der Agada. glauben Herrn Ehotincr beipflichten zu müssen, wenn er etymologisch »vn mit ״ סרעףZweig" in Verbindung bringt. Abgesehen von der üit Syrischen io häufigen Saphelsorm hat ja schon I. Oppert in seinen assyrischen Studien nachgewiesen. daß das V in sehr vieleir hebräischen Wörterir nicht radical. also ebensails eine Saphelsorm sei, so stellt er als Wurzel von שק, p hin. Da nun die Thatsache der Feuerbereitung bei allen Völkern durch Holz seststeht, und wie ivir dies so eben gezeigt, auch bei den Juden geläufig war, ist es nicht uninteressant nachzuweisen, daß dieser Mythus im Bewußtsein des Volkes recht lebhaft gewesen sein muß, und man seinen etwaigen anti-religiösen Accidenzien vorzubeugen sich bestrebte. L. Geiger sagt nämlich m dem bereits angeführten Werke (S. llll): ״Ja ich Eaun nicht umhin es anszusprechen: Das Feuer ist eilte religiöse Entdeckung, es ist aus der Götterverehrung entsprungen in Zeiten, wo die Menschen ein praktisches Bedürfniß zu seiner Gewinnung noch gar nicht einpfänden, und andererseits des N a ch d e n k e n s über eine technische Erfindung, wie die des ReibfeuerzeugeS, noch gar nicht fähig waren." Zunächst steuert der Midrasch dadurch dieser Ansicht, daß er das Feuer gleich den ersten Menschen Adam entdecken läßt, daß er es ferner in die Schöpfungstage als prädestinirt versetzt (עלי כמחשבה להבראם), und für die הבחלה so ׳einen triftiger Gruitd angiebt. Es »mß allerdings zugegeben iverden, daß der babylonische Talmud etwas inehr an eine persönliche Entdeckung Adams streift, denn nur so kann man die Worte גחן הקב״ה ריעה בארם הראשין כעין דוגמא של טעלה verstehen, aber es ist dennoch nicht sei» eigenes Verdieilst, es entdeckt zu haben, sondern auch hier ist es Gott, der ihm das Mittel zur Feuerbereitung angiebt. Man beachte ferner, daß Adam, dem Midrasch zufolge, zur

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