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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-10-01 · Heft 10 (Oktober 1879) · p. Seite 445

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 10 (Oktober 1879)
Article
Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
Date
1879-10-01
Page
Seite 445 (sequence 13)
Language
German
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feine Ursprache, seine MfasnmgSzcit und Tendenz. 115 es eine Tcudenzs-lrist und nickt eine thatsächliche Geschickte ist. Nun giebt das Buch Tobit an, der Engrl Raphael habe den beiden Hauptpersonen emps׳׳yle!1, die Bestebenl1.it nieder;״.sckrciden, und Tobit habe den Wunsch besolstt nnd nach dazu eine Hymne geschrieben lXII, XIII, I). Damit mar der llrspnuig des Buches uub die Glaubwürdigkeit des Inhaltes in den Austen des damaligen LesepnblikumS erwiesen. Für die Kritik ist es aber im Gegentheil ein »nnmstößlicher Beweis, das; es!licht Historie ist, soildern eine Teildeirz hat. Wichtiger ist die. Frage nach dein Baterlande des Buches. Im Morgcnlande, d. h. Mesopotamien, Babylonien oder Persien kamt es nicht entstanden sein. Denn der Vers, zeigt gar leine richtige Kenntnis) von der Cntsernuug zwischen Ekbatana (Hainadan) und Rhaga'l <Na1). Er giebl sie ans zwei Tagereisen an, während sie 3'/, Grade, mehr als -lo geogr. Meilen beträgt, wozu zwei Fnstreisende mehr als in Tage brauchen. B, uub sämmtliche lat. Uebersetzungcn haben näntlich zil V, lG die Angäbe, das; nur zwei Tagereisen von Ekbataua liach Rhagal liegen: xiu tirityn■ 11<)ur i!!!/■{> ״׳'1(1 ׳< ׳״ rtiayfiirotr <?;r<) ’Exßanh'oiv (nie ' Püyovc). Est. bidui iter;1 Eebatanis us- ףup ad Rages, eben so die hebr. Uebers. M. und ailch die Chaldüische, ivo in Cap. V. (p.!>, Zeile 3) eine Lücke zwischen סאגכחגים ער ראגש ist, ivoraus Neubauer aufmerksam gcnlacht hat. Bergl. iroch Cap. :1 uub Fritzsches Bemerkung dazu. Auch wäre die Sprache des Buches weuiger hebräisch gefärbt, wenn ein Jude ans der babylonisch-persischen der Gegend Vers. märe. Eben so ist Galiläa allsgeschlossen, denn auch in der Topographie dieser Provinz zeigt sich der Vers, unbewandert (vgl. o. S. -108). Noch weniger kann Alexandrien oder eine andere Gegeild griechischer Zunge die Heimath des Vers, gewesen sein, was schon durch dos hebr. Original ausgeschlossen ist, da die hellenistischen Juden das Hebräische wenig verstanden Habel», und nicht im Stande

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