Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1879)
- Article
- Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
- Date
- 1879-10-01
- Page
- Seite 441 (sequence 9)
- Language
- German
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seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz. 411 aber noch immer nicht scharf und bissig genug, daß sich Tobit dadurch so sehr gekränkt hätte fühlen sollen. Hier halber chald. Text den prägnanten Zug erhalten: וקלונך אחגלי לכולא; eben so die hebr. Version Münster וחרפחך מודעת לבריות. Anna wirst ihm vor, daß sein Almosengebell und Gerechtigkeit nur Scheiilheiligkeit gewesen, sonst würde er nicht so viel leiden. Die Thatsache seiner Leiden an sich offenbart .Allen seine Schmach. Vulgata hat diesen Zug verailgeineinert: At,([11e liis et aliis hujuscc mudi verbis ex- ])1-obabat ei. A. und 13. haben diese Erzählung gar sehr gekürzt. <3) In der Unterredurrg des Engels mit Tobias wegen der Heirath mit der ihren Verlobten hintereinander fatalen Sara (VI, 11 sg.) komnlen auch mailche Kürzungen und mindestens Textesfehler vor. Zunächst muß hervorgehoben gewesen sein, daß Naguel außer dieser Tochter kein Kind hat. Diescir Unrstand hat 13. noch erhalten: xai vlos ortU. th׳ytu>]0 i’.iüoyH «!’/(״. Aiitiq. unb Vulg.: sed neijue ultra inasculuni, nequc t'eminani ullam habet aliaiu ]>1aet.er illam. Folglich ist sie als einzige Erbin des Vermögens des reichen Ragnel bestinlint. Diesen Umstand lassen A. und 15. bereits in Sara'S Gebet hervorheben (III, l '׳), noch mit dem Zusatz, daß Naguel nicht einmal einen Verwandten habe, für deir Sara sich erhalten sollte '). Der Engel, ivelcher die nahe Verwandtschaft zwischen Tobit und Naguel, also zwischen Tobias und Sara kennt, muß auch hervorhebeir, daß es Tobia'S Pflicht sei, die einzige Erbin zu heirathen, und es ihin bestimmt sei, die Erbschaft anzutreten. Diesen Umstand gebe» daher 13. uird 6. unb auch die lat. Versionen mit aller Ausführlichkeit. ') ll. fliebt das Verhältnis; richtig an J11,15: \uhMj ־*״ uru» . . . ov 1t ovyytvifi . . . tva awn^n^oo) tfuunt]v ccviw yvnuxa, A. hat dasselbe.