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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-09-01 · Heft 9 (September 1879) · p. Seite 402

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 9 (September 1879)
Article
Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
Date
1879-09-01
Page
Seite 402 (sequence 18)
Language
German
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402 Das Buch Tobias oder Tobit, eine Schlinge gelegt habe, die aber ihn selbst nur zu Falle gebracht habe. Das sei in Medien geschehen. Offenbar wird hier Susa mit Nineve verwechselt. Achikar — Mardochai verdankte aber seiner Rettung dem Verdienste der Wohlthätigkeit. In B. ist oifenbar der Rame Achikar wegen des voraufgegangeilen Wortes im Accusativ ausgesallen: ünoxrtiv<u ‘ AxCxu(><»■, ‘A rt o 1> c יוא iu> rwii'Oui i/.ttjiAum’vi'V. . . . In A. stehl statt dessen Xlumaal^, ivas nur ein grober Copistenschuitzer sein kann. Ans solche Fehler in Eigennaiileir werden mir noch stoben. Im Syrischen wird noch aus einen Umstand in der Geschichte des Buches Esther augespielt: ״A lab, welcher ihn, den Tobia erzogen hat". Es ist jedenfalls verständlicher als das unbestimmte in den übrigen drei Texten: ״der i h n erzogen hat". Von wem soll hier die Rede sein? Es scheint aber datauf anzuspielen, daß Mardochai die H a d a s s a oder E st h e r erzogen hat. Wer weiß, wie daraus das Wort לטוביא entstanden ist. Weder Tobias kann damit gemeint sein, noch kann es ein Abstraktum sein, etwa לטיבא zum Guten, wie Fritzsche conjicirt. Achikar ist also fast durchweg für Mardochai verschrieben. Ja der Text B. schreibt sogar 'A x <-■ << x « e ״ c ,infftAei׳? r»jc Mijöütc, statt Nebuchadnezar in A. (XIV, 10). Daß Tobi noch von Hanran und Mardochai sprechen, also sein Zeitgenosse sein konnte, deutet der Verfasser an. Denn er läßt Tobit 158 oder 112 oder 102 Jahre alt werden. Die drei, Vulgata, Äutig. und Syrns disferiren wenig. G1׳. A. hat aber 158 Jahre (die Differenz kann von Zahlbuchstaben herrühren). Den Sohn Tobias läßt der Vers, noch vor seinem Tode den Untergang Nineves, dessen Bewohner Nebuchadnezar und A s y r o s (oder A s u e r o S) gefangen weggeführt haben (XIV, 15). Asyros ist entschieden AhaSveros אחשוחש. Es ist freilich ein unerträglicher AnachronismuS; aber von der Chronologie hatte!« die Verfaffer der Apokryphen keine rechte Vorstellung. —

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