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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-09-01 · Heft 9 (September 1879) · p. Seite 397

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 9 (September 1879)
Article
Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
Date
1879-09-01
Page
Seite 397 (sequence 13)
Language
German
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feine Ursprache, seine Wbiafiunß$jf1t und Tendenz ■?07 urimitteris räthselhask ist). Dieser Zng und ähnliche scheine» ,vnevomim»*’ halbeigener Zusatz zu sein. Die kanonischgriechische Uebersetznng ist entschieden Ueberarbeitnng einer altern griechischeu Uebersetznng mit vielen Kürzungen. Sie vermeidet so viel als möglich die hebräisirende Eonstruclion und sucht dem griechischen Stt-le gerecht zu!»erden. Sie hat z. B. den t-lvnitiv;1l>solnt11s. serner Partieipien statt Finita, llmwandlung der aklive» Form in die passive, uecusanv cum inlimtivo. was C. niemals ze>gt. A. ist auch wählerisch in Bezng aus Verba, Nomina und Partikeln, vgl. darüber Nauch's Buch Tobias Einl. S. XXI. sg., der aber die Differenzen keineswegeS erschöpft hat. Der sinaitische Text stimmt mehr mit A. als mit 0., zeigt aber auch Differenzen. Da» Verhallnist von A. zu B. ist nicht leicht zu ermitteln. Beide und Kürzungen eines alter» gr. Textes. Ob Theodotion der Diaikeuast gewesen sei, wird schwerlich ermitlelt werden können. Es scheint aber auch noch andere grie׳ chische und vielleicht auch lat. Uebersetznngen gegeben zu haben, nach welchen die syrische (vom 7. Kapitel au), die chaldäischen und die hebräischen gearbeitet sind. Die hebräischen sind wohl von einem lateinischen Original abhängig, unb beide durchaus j ü n gere n D a t u m S, was der Styl verräth. Die sg. Müttstersche hat viele Zusätze, die sich in keinem der verschiedenen Texte sinden. Die Fagiuscbe ist knapper, ist aber von einem Stümper augcsertigt, ivelcher das ihin vorgelegene Original nristverstauden hat. Die Untersuchung betreffs der Differenzen in den Texteil giebt an die Hand, die Originalität oder Abhängigkeit des einen oder desanderen Textes, namentlich das Verhältnis! der gr. zu einander zu beurtheilen. Von einiger Wichtigkeit sind die darin vorkommcnden Eigennamen, welche in den verschiedenen Versionen zum Theil verderbt sind und emendirt werden könne».

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