Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 9 (September 1879)
- Article
- Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
- Date
- 1879-09-01
- Page
- Seite 388 (sequence 4)
- Language
- German
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"88 DaZ Buch Tobias oder Tobit, chaldäische Text aus diesem Streben wesentliche Umstande weggelassen har. Auch der kanonisch-griechische Text ist aus dem Bedürfnis; entstanden, die prolixe Ilmstänolichkeit des Urtextes aufzugeben. Ich kann durchaus nicht Fritzsche zustimmen, das, dieser der ursprüngliche sei, auch nicht der relativ ursprüngliche. Demi weit eher ist das Bedürfnis; vorhanden, einen langstiiligen Text zu kürzen, als einen eoneise» zu verlängern und mit ölebendingen zu versehen. Nur aus der Absicht zu kürzen ist der (•;rutcus canouicus verständlich, der sonst mit Graecus C. übereinstimml. An einigen ausfallenden Beispielen tritt dieses Streben zu kürzen in .4. orten zu Tage. Gleich im Eingang hebt Tobit den Uwstand hervor, der zur Entwickelung der Peripatie wesentlich ist, das; er eine Stimme Geldes bei einem Verwandten in Nhagai niedergelegt hat. Wie kam er aber dazu, im Lande der Gesangenschaft Vermögen zu erwerben imb von Nineve aus nach Nhagai am nördlichsten Ende von Medien unweit des Kaspi- Sees zu wandern '< Es mustte also erzählt werden, das; er bei dem Bönig Salmanassar Gunst gestlilden, das; dieser ihii zu Geschäften verwendet, und das; diese Geschäfte ihn tiach Medien geführt haben. Tieseir wesentlichen Umstand haben aber Grawus C. und J3., welcher im ersten Kap. mit C. übereinstiinmt (I.): x(d 1]yt>y<(go1 ttvn!) (7!״ jinai/.iri) mh'ia 1ü n^oc, t>]v XQ>,a''י (uviui) xal tnootvoia^׳ t-lg Mijdi'uv xal ׳*»«•)״/(׳>>’ «rrm ixtl- ‘Jtv tmg Uyiolhtvtir. xal 71u()tilt'ni-v rnßatjh» ßa)J.üvrta . . iv zjj x״k1{‘ M׳A«c. Noch etwas prägnanter die Vaticana, weiche, wie sich zeigen tvird, den Urtext noch besser erhalten hat: Er iba:n ad Medias er em61>am illi (regi Saltnauassar) inde ommia quae jubebat. Dieser lange, aber durchaus sachgemäße Passus ist in Graec. A. in wenigen Worten miedergegebeu (I, U): xni tyiijv tti’iov tr/ooam^i. Abgesehen davon, daß es nichtssagend ist: er sei ein Einkäuser gewesen, so ist doch damit noch