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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-09-01 · Heft 9 (September 1879) · p. Seite 387

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 9 (September 1879)
Article
Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
Date
1879-09-01
Page
Seite 387 (sequence 3)
Language
German
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seine Ursprache, seine Abfaffungszcir und Tendenz, 387 indirekte Uebersetznngen aus diese»» Original, dessen urspriinglicher Text sich) noch recht gut ans den Versionen reeonstruiren lässt. Auch der chaldäische Text der Bodleiana ist, weit entfernt, irgend wie Original zu sein, auch ein gekürzter Auszug aus einer Uebersehung. Die Berufung Aeubauers aus Hieronymus zur Stütze für einen chaidäischen Text ist nach unserer Untersuchung hinfällig geworden. Abgesehen davon,, dass dieser Text nur in wenigen Punkten mit der Vulgata übereiilstiinmt, so verräth er auch sonst Abhängigkeit von einein griechischen oder lateinischen Texte. Der Eigenname רגש oder ריגש oder ראגיש für!)ihagai ist km griechischen ' l’üytw im Accus, nachgebildet, ebenso wie die lat. Texte Ii!rxo8 stall liuptnrhaben. Ein Chaldäer, der doch in Babyloitien gelebt habeit muss, würde schwerlich תיגרין geschrieben haben, sondern דגלה, wie der Tiger in der Landessprache benannt ivurde. — 9) בהשקיס יבשליותא, Z. 19. I t, 17) ist iticht chaldaisch. וסנעי מלבפי (das. 10, 8) ist eitle Verkennnng des Textes. 1 ,13) אם היא קיים 1אם לא) ist nicht chaldüisch. םיל11א als Hochzeit (C. 9) scheint gemacbt zu sein, beim es kommt in der chald. Literatur in diese!» Sinne nicht vor. Auch sonst klingt Manches wie spätes Chaldaisch. Ter Umstand, dass die Erzähluitg abweichend von beit übrigen Texten, in der dritten Person gehalten ist, beiveist eben so wertig für dessen Originalität, wie für Hieronymus' lat. Uebersetzung. Beide, der Kirchenvater und der jüdische Agadist, welcher Tobil's Geschichte zur Empfehlung der Mildthätigkeit und der vorschristsmässigen Abgaben eingeflochten hat, beide verfolgen denselben Zweck, die allzulange umstättdliche Erzählung zu kürzen und auf das Wesentlichste zit reduciren. Uird da ohnehin im dritten Kapitel der selbstbiographische Styl in die einfache Erzählung umschlägt, so haben beide Epitomatoren jenen schon von Anjang au fahren lassen, weil ein solcher Prolixität zur Aothweudigkeit macht. ES wird sich in» Verlaufe der Untersiichung zeigen, dass der 25•

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