Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 9 (September 1879)
- Article
- Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
- Date
- 1879-09-01
- Page
- Seite 386 (sequence 2)
- Language
- German
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380 Das Buch Tobias oder Tobit, S. fl}, und bic (Siiilcitun^fdjvifU'n zu diese». Buche). Nichtig giebl Fritzsche (a. a. C. S. llu) an: ״vielmehr giebt sich bas. Griechische (in Judith» als Ueberietzung aus eine», Hebr äis ch eu zu erkennen, wie es in de» späteren Jahrhunderte» vor(?- Ehr. vo» Jude»!;esprvchen und geschrieben wurde". Fritzsche mar es undekannt, das; dieses Hebräisch, das er im Sinne Halle, eine» eigenen Styl bitbot; vielleicht ist er gegenwärt,!} besser darüber orieutirt. Mau nennt kurzer diesen Styl , den ueuhebräische u. Er unterscheidet stch von dem alle», das; er mehr aramäische Elemente enthalt, als manche biblische Schriften und auch eure abweichende Formbildung ausweisr. Dieser neuhebräiiche Slyl, für welchen Hieronymus noch keine Bezeichnung hatte — eben so wenig wie die meisten christlichen Hebraisten — nennt er E h a l d ä i s ch. Das ist der richtige Schlüssel zum Verständnis; der hieronymiaiiischen Angaben zu seiner Ueberseyung des Tobit und Judith. Das Buch Judith hat er also aus einem n e u h e b r a i s ch e n Original übersetzt — oder sich übersetzen lassen — und eben so das Buch Tobit. Es hat weder von de», Einen noch von den, Andern einen chaldäischen Text gegeben, sondern lediglich einen neuhebräischen. Weil Hieronymus, des Hebräischen auch nur oberflächlich kundig, die Ehaldaisnien u>,d eigene von, Althebräijchen abweichende | Eonstruktionen nicht verstanden hat, mustte er sich eines kundigen | Juden bei der Uebersetzung bedienen. 1׳ Damit sind alle Schwankungen gehoben. Judith mar ur- I sprünglich nicht hebräisch oder chaldäisch stylisirt, sondern nur hebräisch, und eben so Tobit. Statt Hieronyrnus als Zeuge; dafür anzusühreu, dast die beiden Apokryphen auch in chaldäischec Sprache vorhanden waren, ist. in, Gegentheil daraus erwiesen, das; kein solcher Text davon existirt hat. Bleiben wir jetzt bei! den, Letzter״ stehen. Die Grundsprache des ApokryphonS Tobit war neuheb rar sch. Alle übrigen Texte sind direkte oder