Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 8 (August 1879)
- Article
- Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
- Date
- 1879-08-01
- Page
- Seite 365 (sequence 7)
- Language
- German
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.,zur Geschichte der Falaschas״ bemiiUen Quellen. 3ß.r> übcv sind alle Europäer, welche das stand besucht haben, die Mij. sionnre nicht ausgenommen, einig. Rohe Vollerei, geschlechtliche Unsillltckkeit, Diebstahl und Lüge sind ganz allgemeine Laster. Die adessiuische Geistlichkeit steht hierin mit dein Volke und den Vornehmen auf einer Stufe. Weiche abscheuliche and bodenlos gemeine Orgie» von den Letzteren nagescheu! gefeiert werden, davon, giebl uns Brnee HI. S. :evu ein drastisches Bild, dessen Einzelheiten ich nicht zu wiederholeit wage. Aus dieser und einer anderen Stelle — III. S. 142 — geht hervor, das; es in Abessinien nichts Ungewöhnliches ist, von lebenden Thieren Fleisch abzuschneiden uild es sofort roh zu verschlingen, eine Rohheit, die unsere alten Rabbinen als schon durch die Naturreligio», die 7 sogenannten noachidischen Gesetze, für streng verboten erklärten. Von Scham uild Keuschheit ist weder bei den Männern noch bei den Frauen viel zu finden. Bei den Falaschas ist dies Alles besser. Zwar weist Flad auch an ihrem Betragen Vieles auszusetzen, er beschuldigt sie der Verehrung der Göttin Sambät und ihre Nasiräer, der abscheulichen Unsitte der Entmannung, allein, wenn er ansührt, dast die FalaschaS die biblischen Reinigungsgesetze gemissenhast beobachten, dast sie die Unkeuschheit bei Verheiratheten und Unverheiratheten, und zwar bei beiden Geschlechtern, streng, und Blutschände, die wie er sagt, nur selten vortommt, mit sehr schwerer körperlicher Züchtigung bestrafen. — Kurze Schilderung jc. S. 57 ff. — wenn er bezeugt, dast sie nur in Monogamie leben, ihre Kitider sehr streng erziehen und zur Arbeit anhaltei: und dast, so lauge er unter ihnen verkehrte, nur ein Fall der Untreue einer Ehefrau vorgekommen sei, (was bei be» christlichen Abessiniern alltäglich ist), — S. 05, 00 —, dast sie ihre Sklaven milde behandeln — S. 29 — und das Verzehren rohen FleischeS verabscheuen — S. 2k —, so liegt in allen diesen ein