Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 8 (August 1879)
- Article
- Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
- Date
- 1879-08-01
- Page
- Seite 364 (sequence 6)
- Language
- German
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lieber bie nt meinem Aussanc 301 ״Mit 7 bi'V belehrten Falaichas bv!',ab ich mich in das königliche Lager in Mätscha, das mir in -1 üarkrn Tagereisen erreichten. Ter König hörte die Klagen der Falaschas und die Verantivortuvg unserer Vro-eli-ten ruhig an. Er entschied zu Gunsten der Letzteren, sagte aber, das; die Streitfrage naher untersucht werden solle, wenn der Bischof komme, ch!!! Uebrigen, sagte er, sollten!vir n» Unterrichte der Fa'aschas, wie bisher, forliahren". Ueber diele spätere Untersuchung beriehlei Hausmann (Jlad Seile 40-: ״Ter König halte einen Tag zu einer Tisvnlation mit den Juden besümmt. Als dieser Taa, der l">. Tctober gekommen war, erklärte rin Gericht, das aus abeisinv l,en Gesetzesgelehrten bestand, die Juden nach kurzer Verhandlung als überwunden. Tie gefürchtete Gewaltstaufe unterblieb aber für jetzt. Ter Abuna verweigerte dem Bruder Flad, an der Verhandlung Theil zu nehmen, iveil dieser ja nicht seines Glaubens sei, dagegen ivar er geneigt, den Proselyten den Unterricht zu übertragen. Die ganze Sache ist aber ivegen anderer dazwischen gekommenen Tinge noch nicht entschieden". Ten Grund des Letztereil sehen wir aus der von mir in dem Aufsatze citirten Stelle des Hal6vy. Dein Könige impouirte der Glaubensinuth der Falaichas, die ihr Leben für den Glauden ihrer Väter hinzugeben bereit waren. Die Missionäre haben sich wohl gehüler, diesen Ausgang mitzutheilen. Aach ihrer eigenen Angabe waren sie aber diesenigen, die den Streit ansingen, und ihre Proselyten ruhig den altehrwiirdigeu Opferdienst der Falaschas stören ließen. Um die ganze Tragweite des Verfahrens der Missionäre zu begreifen, muß man das Verhältnis; der Christeil und Juden in Abessinien hinsichtlich der Sittlichkeit kennen. Die christlichen Abessinier gehören zu den unsittlichsten Völkern der Welt. Hier-