Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 8 (August 1879)
- Article
- Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
- Date
- 1879-08-01
- Page
- Seite 363 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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״zur Geschickt,.׳ der falaschas" benutzten Quellen. 36!! ״doch ein Knecht Christi, und wenn heute ihr Priester mir ״mit gutem Beispiele vorangeht, so werde ich der Erste sein, ״der nachfolgt". Es wurde nun ein Tag für eine öffentliche Disputation bestimmt. Die anwesenden Falaschas erhoben ein Geschrei. Der Eine sagte: ״Ja, es ist recht, wir wollen einmal wissen, wo wir daran sind, und wenn wir überwunden werden, so werden wir uns augenblicklich taufen laffeit". Ein Anderer schrie : ״Es steht geschrieben, das Gesetz sei ein ewiges Gesetz". Ein Anderer sagte: ״Wäre es nicht besser, die Europäer würden zuerst die Juden in ihrem Lande lehren und nachher zu uns kommen?". Der Abuna war gegen die Proselyten, die er damals zun» ersten Male sah, sehr freund lich, bot ihnen auch an, wenn sie wollten, sie zu Priestern zu weihen; in Beziehung auf die Juden aber erklärte er trotz ihren und FladS Einreden, daß er sie, sobald sie überwunden seien, iverde taufen lasten; das Taufen sei Sache des Abuna, das Lehren hingegen stehe den Mistionären zu. Flad selbst giebt nur folgenden Bericht S. 32: Hierzu kam noch, daß die bekehrten Falaschas sich mit ihren früheren Priestern in einem Opferstreit verivickelte», und ersiere sie an ihrem Opfern hindern wollten. Die Falaschas klagten mich hieraus bei dem Könige an, als wollte ich sie mit Gewalt zu Christen machen, worauf der König einen Brief an mich sandte, der etwa folgenden Inhalts war: ״Die Juden haben dich bei mir verklagt, als wolltest du ״sie mit Gewalt zu Christen machen, und verbietest ihnen ihre ״Opfer. Hast du ein Buch, aus den» du die Falaschas über- ״zeugen kairnst, daß Christus Gottes Sohn und der Heiland ״der Welt sei, so komnie zu mir und unterweise sie in meiner ״Gegenwart. Hast du kein solches Buch, so höre auf, sie ״weiter zu unterrichten".