Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1879)
- Article
- Die Erlässe Cäsars und die Senatsconsulte im Josephus Alterth. XIV, 10 nach ihrem historischen Inhalte untersucht
- Date
- 1879-07-01
- Page
- Seite 316 (sequence 17)
- Language
- German
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310 Sic Erlässe Eäsars und die cemrtvc0»fultc im Iosephus (U'vöuiuk'u iKccljtcu vollen Gebrauch. So setzte er seine beiden Solnie Phasael und Herodes aus eigener Machtvollkommenheit i» hohe Aemler ein, und zwar den Phasael zum a/vuvon Jerusalem und den HerodeS zum Verwalter von Galiläa'). Zwar waren die Aufgaben und die Rechte der beiden Brüder in ihren verschiedenen Bezirken thatsächlich gleich; denn auch in Jerusalem war, bei der Trägheit des Hhrkan, die volle Verwallnng in den Händen deö Phasael wie die. von Galiläa nnbedingt in de» Händen des Herodes linu־a). Allein der Umstand, das; die Bezeichnung otyniijög blos bei Phasael sich findet, scheint denn doch darauf hinzuweiseu, daß Antipater Gründe hatte, seiner Stellung einen mehr militärischen Charakter zu geben. Tie Gründe dafür sind auch nach den! Gesagten gegeben. Für Galiläa, wo Hhrkan nichts zu sagen hatte, war keinerlei Vorsicht nöthig; in Jerusalem aber, in dessen Verwaltung nach Eäsars Bestimmung HhrkanS Wille allein maßgebend sein sollte, da sollte Phasael seines Amtes nur als militärischer Würdenträger warten. Bei den vielen Feinden, welche Antipater im Volke, und namentlich bei den Vornehmen des Volkes, hatte, wird sich der kluge und besonnene Mann wohl gehütet haben, seine Befugnisse formet zu überschreiten. Durch die Wiedervereinigung miotjg ’lovduiag unter Antipater hatte aber anderseits auch Hhrkan für die Rechtsprechung ') Alterth. XIV, 0, 2. JouJvv 6'öhlö,- xai vto1)7} r<) v 'YqxuvÖv, <Iiaau1(h>v fdv 1 d 1710 ׳tat-!rmr11r ainvr rwv müden׳ ‘ /eyuoukvin »ץ xal tw v 0TQ((Ttjy<)v drrofSsixYvai, rw di /um’ avidv ' llowö!! tt]v l'u/.i/.aiuv irrt r (> t ip t. Mit de» einleitenden Worten ,,'<-<«)?>׳ ti'lioan• xal r<1>,'ys idv 'Yqxuvov will Iosephus blos die Nothwendigkeit der Ernennung des Phasael begründen, aber nicht die Möglichkeit, sich so etwas herauszunehmen. *) bello jud. I, 10, t wird an den Bericht von der Ernennung des Phasael zum Strategos angefügt, daß Antipater den Herodes im colg 1001 g nach Galiläa schielte, also mit gleicher Macht und Bestimmung, wenn auch nicht mit gleichem Titel.