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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-06-01 · Heft 6 (Juni 1879) · p. Seite 252

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 6 (Juni 1879)
Article
Die Halleluja- und Hallel-Psalmen
Date
1879-06-01
Page
Seite 252 (sequence 12)
Language
German
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252 Die Halleluja- und Hallel-Psalmcn. Leviten oder Laien. Bei der Auslegung der Psalmen, von denen ein großer Theil der uacherilischen Zeit angehört,!nutz die talrnudische Literatnr über Gebrauch und Gepflogenheit gehört werden, weil sie grüßtentheil-L Tradition von Antopten mittheilt. Wer ihr das Ohr verschließt, muß bei der Auslegung >m Ungewissen tappen, lieber die Bedeutung und Stellung des Halleluja giebt, wie wir gesehen haben, diese Literatur den besriedigendsien Ausschluß, und weil die talmndische Notizen den Auslegern nicht bekannt waren, oder von ihnen unterschätzt oder gar nicht beachtet wurde», haben sie auch die Zusammengehörigkeil mancher Psalmen-Gruppen übersehen. Wie sich gezeigt hat, gehören Ps. llö—118 in die Fest-Hallel-Gruppe zusammen, und eben so Ps. 134—136 in die Gruppe deS großen Hallet. Von diesem ״großen Halle!" in auch bei einer andern Gelegenheit die Rede. Es wird erzählt, daß einst in Lydda bei Negenlosigkeil die üblichen Bittgänge mit Fasten veranstaltet worden waren. Und als der Negen sich a» dem dem Fasten geweihten Tage erfrischend eingestellt halte, habe N. Tarphon seinen Landsleuten bedeutet, das Fasten zu unterbrechen. Die Ltzddenser begingen daraus den Nest des Tages festlich und gegen Abend recitirten sie das große Hallet (Taanit III. Ende): ובאו בין הערבים וקהאי הלל הגדול. Allein es 11ן zweifelhaft, ob hierbei wirklich von diesen Hallel-Psalmen die Rede ist. In der Mischna deS jerusalemischen Talmuds kommt zwar hierbei noch der Zusatz vor: וקראו הלל הגדול. אי זהי הלל הגדול? הודי לאלהי האלהיבו בי לעולם הסהו d. h. auf den ersten Blick, daß der letzte Psalm des großen Halle! reeilirt worden sei unk» daß dieses lediglich aus diesem einzigen Ps. bestünde. Allein dieser Zusatz ist entschieden unecht, obwohl er auch in der Tosephla vorkommt (III Ende). Denn im jerus. Talmud (z. St. p. 60 a. und Pesachim p. 32 d.) ist dieser Punkt Gegenstand einer Conlroverse. Einige behaupten, bei Gelegenheit, wenn sich Ziegen nach vorangegangenen Fasten und Bittgängen

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