Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1879)
- Article
- Die Halleluja- und Hallel-Psalmen
- Date
- 1879-06-01
- Page
- Seite 251 (sequence 11)
- Language
- German
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Die Halleluja- und Hallel-Psalme». 251 '}iad)tü׳cu'1c bei der Wasserlibation himveist. Dieser Psaliu ist also weder als ״P i l g e r l i e d", uo>> als ״Lied der R ü ckkehr aus dem lLxile", als ״Lied der Hinauszüge" (wie Hupseid erklärt), anzusehe». Und so werden die übrigen l t Psalmen eben so wenig dergleichen Lieder sein. Sie sind vielmehr L t nsenlieder, wie die griechische Uebersetznng sie wiedergiebl: rwr <in(llnV1tt»v, weil sie aus den I ר Stufen im Porhose von den Leviten in den angegebenen Nächten alljährlich gesungen zu werden pflegten. Hnpselds Behauptung klingt seltsam (Ps. IV. S. 2f>(i): ״Geschichtlich ist weder von dieser Treppe, noch von der angeblichen Sitte etwas bekannt". Nun, die fünfzehnstufige Treppe ist auch aus IosephüS genugsam bekannt. Und genügt denn nicht ein tendenzloses Zeugnis; in der Mischna, um ein Faclnm geschichtlich zn machen '< Mi! derselben nnberechtigten Skepsis bezweifelt Hnpfeld das Faruun von wachthabenden Leviten (das. l!23>, weil es nur der Talmud tradirt, aber auch die Chronik spricht deullich von Leviten, die Nachtwache hielten (I, 9. 27; 3:1). Zn Folge dieser skeptischen, allzu michlerne», ans das Dogmatische gerichteten und noch dazu kritisch zaghafte» Exegese Hnpselds, isi er selten zu einem befriedigenden positiven Resultat in der Psalmen-Ausleguug gelangt. Olshause» hat schon richtiger geahnt, das; der 17. Stufenpsalm als ״kurzes Formular bestimmt ist, die nächtliche Recitation irgend welcher Hymnen ernzuleiten". Nur war ihm der Hintergrund von den Freuden-Nächten des Hüttenfestes und den dabei üblichen Hymnen nicht bekannt. Hnpfeld aber »ruß ״d i e 'Ji ä ch t e" als ein nichtssagendes ״A l l e z e i t" erklären. Andere Ausleger waren dabei ganz rathloS und erklären die Nächte als ״zum Abendgottesdienst gehörig", ohne zu bedenken, das; Abend nicht N a ch t ist, und ohne zn wissen, das; in der Nacht in der )Kegel der CnltuS nicht stattgesunden hat. Eben so waren sie rathlos bezüglich des Vortragenden zn den Angeredeten, ob Priester,