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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-06-01 · Heft 6 (Juni 1879) · p. Seite 248

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 6 (Juni 1879)
Article
Die Halleluja- und Hallel-Psalmen
Date
1879-06-01
Page
Seite 248 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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218 Ti« Halleluja- und Hallcl-Pl'almen. Posaunen, wiederholten den dreimaligen Posaunenstoß auf der zehnten Stufe der 15., welche vom innersten Borhofe zum Weibervorhofe führte, und posaunten fortwährend bis zum Qstlhore des äußersten Borhofes des Tempels. Sodann wurde Wasser aus der Quelle Süoa mit einem goldenen Gesas; geschöpft, und sobald die Schöpfer zum Wasserthor gelangten, stießen die Priester abermals in die Posaune», bis der Hohepriester das Wasser auf den Altar gegossen hatte'). Die Freude des Wasserschövsens und das Wachen in den sechs Nachten waren eigentlrch nur Mittel, um der Ceremonie der Wasserlibation eine erhöhte Bedeutung zu geben. Dieses rauschende Volksfest mit den Psalmen oder dem großen HaUel ist also sicherlich erst unter Salome Alexandra eingeführl worden. Wir haben gesunden, daß der letzte Stusengesang mit den "Worten .העומדים בביס ה׳ בליל־*־ unzweideutig die Nachtseier wahrend des Hüttenfestes andeutel. Ps. 154 ist also entschieden erst in dieser Zeit zwilchen '8׳׳ und 6'J gedichtet worden. Psalm 155 wiederhüll im Eingang dasselbe wie der vorige: שעימי־ים בבית וד בחצ-וה ביה אלהיני. Auch dieser Psalm und der dainit zusammenhängende 15N. gehören unbedingt dieser Zeit an. Allzukünstlerisch angelegt sind diese drei Psalmen keiueswegeS, daß sie nicht auch in so spater Zeit hätten versaßt sein können. Sie sind eigentlich in schlichter Prosa gehalten. Die Formen שעומדים, ferner ׳?הבה und שבשסלנו verralhe» deutlich genug die Jugeitd des Ltyles. Allerdings die Zeitsituation, besonders die Parteispaltung zwischen den Pharisäern und Sadducäern, den Sieg der Ersteru über die Letzter», lassen diese drei Psalmen nicht im Geringsten durchschimmern. Allein das liegt irr der Kürze des Einen, in dem musivischen Charakter des zweiten und in dem litaneiarttgen Charakter des dritten. Ps. 135 ist meistens >nu- ') Sulla, Miichna IV. V. 4.

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