Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1879)
- Article
- Die Halleluja- und Hallel-Psalmen
- Date
- 1879-05-01
- Page
- Seite 210 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829514-2829520-2871316--18793-2871349- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
210 Die Halleluja: und Hallel-Psalmen. H in theilmeise individueller Form. Die Nation ist es, welche die 1 Aufforderung stellt : פתחו לי שערי צדק. j Bleiben mir einen Augenblick bei diesen Versen stehen. פתחו לי שערי צדק אבא בם und זה השער לה׳ צדיקים יבואו בי deuten . einen Dialog an. Eine Slinime äußert deit Wunsch, durch die Pforte } einzulreten, und eine andere respondirt. nur Fromme können Ein- ׳ last finden. Die Scene dieses Dialogs ist also vor verschlossenen Pforte» zu denken, und zwar den Psorteit des Tempels. V. 20: ברוך הנא בשם הי ברכנוכם כבית ה׳, setzt aber eine andere Scene | voraus. Diejenigen, welche Einlaß begehrt hatten, si>ld bereits! eingetreten, d. h. die Pforten fiitb geöffnet worden, und der Ehor! grüßt: ״Gesegnet, der hineiilgeht im Namen Gottes, wir segnen! euch aus dem Teiitpel Gottes". Der Chor begrüßt die Eintretenden mit diesem Verse. Diese Verse deuten demnach entschieden einen Scenenwechsel an, wie sie auch erneu Stinim e n w e ch s e l voraussetzen. Neflektirt dieser Hintergrund nicht! den Beginn der T e in p e l re in ig u n g zur Nlakkabäerf zeit? Tie Vorhöfe uird das Jnitere des Tempels sind von allem i götzendienerischen Utiflath gesäubert — am üö. Kislev. Die fromme Schaar der Kämpfer und Treueir steht vor deit verschlossenen Pforten und begehrt Einlaß. Der Chor (der Leviten) antwortet s ihr: Diese Pforte des Herrn wird nur den Froinmen geöffnet.! Dann werden die Pforten aufgeschlossen, der Chor zieht hinein s und begrüßt mit einem Segen die eintretende Menge. Keim Epoche der judäischen Geschichte der nachexrlischen Zeit kann diese Scene so ungezwungen illustrrren wie die makkabäische, i m B eginne des Tempelweihe-Aktes. Ist dieser Ps. deS Hallel national und makkabäisch, so ist nicht minder Ps. 110, welcher einen ähnlichen Gedankengang verfolgt. Wie in dem ersten die Nation spricht: . יסור ׳יסרני ח' ולפות לא נתנני so auch in dem letzteren: . . . ■ האסנתי אני )גגיתי מאו. Man kann etwa nicht die VV. 14 und lö ערה