Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1879)
- Article
- Die Halleluja- und Hallel-Psalmen
- Date
- 1879-05-01
- Page
- Seite 208 (sequence 16)
- Language
- German
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oft* Die Halleluja- Mid HaUel-Psalinea. des Heil-Z in den Zellen der Frommen: Gottes Rechte hat Sieg verliehen, Gottes Rechte ist hoch, Gottes Rechte hat Sie,; verliehen!" Aus wunderbare Errettung nach voraugcgaugener Demülhig>cng spielt auch Ps. 1 Uh li an: ״Ich wurde erniedrigt und mir hat er geholfen" ולי הוע1יע (so mit LXX zu lesen xal i-'awai in, statt ולי יהושיע). Die Anspielung auf Krieg und Sieg zeigt auch V. 15, ivenn mar. il»1 recht versteht. ,כוס ישועות אשא ״bv'i• Becher des Heiles" giebl keinen irgend une sagbaren Sinn, (.׳u’ft mau aber נס ישועות אשא (vgl. הי נסי), so ist damit sinnvoll die Situation gezeichnet: ״Die Fahne des Heiles will ich erheben und den ׳Rainen Gottes anrufen". Es ist eine Anspielung aus die Fahne, welche die HaSmouäer-Schaar voranlragen ließen und die ihr Hilfe, Errettung und Sieg gebracht hat. Indessen ehe die Beziehung der Hallel-Psalmen zur Makkabäergeschichte weiter erwiesen werden soll, müssen zwei Schwierigkeiten hinweggeräumt werden, an ivelche sich die Gegner dieser Annahme augeklammert haben unb immer auklammern können. Während Ps. 11 ö und 117 in dieser Gruppe in Plural gehalten sind, als wenn eine Gesammtheit ihre Gefühle und Hoffnungen ausspräche, ה' זכרנו, ferner ואנחנו נברך יה und נבר עלינו, sind Ps. 116 ganz und 11» größtentheilS im Singul. gehalten, als wenn sie individuelle Psalmen wären. Die zweite Schivierigkeit macht der Eingang von Ps. 115, der so gehalten ist, als wenn die Gesammtheit noch in Gefahr schwebte und um Abwendung derselben flehte. Diese Situation scheint nicht zur Feier der Teinpelreinigung zu passen, da bei dieser die Errettung bereits erfolgt war. Indessen sind diese Schwierigkeiten nicht nnüberwindlich. — Waö den ersten Punkt betrisst, so haben manche Ausleger und besonders Justus Olshausen individuell gehaltene Psalmen als Prosopopöen angenommen und sie der Art erklärt, daß ein Vortragender (Liturge) im Namen der Gemeinde spräche. Dehnt man diese Supposition zu weit aus, so verliert