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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-04-01 · Heft 4 (April 1879) · p. Seite 187

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 4 (April 1879)
Article
Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
Date
1879-04-01
Page
Seite 187 (sequence 4)
Language
German
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״zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen. 187 Klöden macht hierbei darauf aufmerksam, daß die Falaschas dem Sabbath, welcher auf Aethiopisch Sambat heißt, eine göttliche Verehrung erweisen, was auch Flad bestätigt, und worüber ich mich auch inmeinem früheren Aussatze ausgesprochen habe. Er findet es nun leicht begreiflich, daß sie diesem Strome, der Lebensader ihres Landes, den heiligsten Namen beigelegt haben. Auch Ludolf, der allerdings den Sobatfluß nicht kennt, hebt in feinem Commentarius ad Historiam Aethiopicam S. 132 ff. hervor, daß die alten Nabbinen (den Eldad scheint er indessen nicht gekannt oder nicht berücksichtigt zu haben) den Sambation nach Aethiopien versetzten. Unter Andern erzählt er, S. 136, von einem, von Juden verfaßten, untergeschobenen Briefe, der angeblich vom Priester Johannes, unter welchem im spätern Mittelalter der christliche Herrscher von Abessinien verstanden wurde, an den Papst gerichtet haben soll, in welchem es heißt: ודעו כי מזו הים של אבנים בא נהר אחד שיוצא מגן עוץ והולך בינינו ובין הארץ הנחלה של המלך תחל דניאל מלך היהודים. וזה הנהר הולך כל ימי השבוע ובשבח אינו זז ממקומו עד יום ראשון ששב לאיחנו. Es würde übrigens höchst interessant sein, wenn sich feststellen ließe, daß die Worte, welche Eldad als hebräisch ausgab, aber t>ou den Kaimanen nicht verstanden wurden, sich als äthiopisch erweisen würden. Es darf hierbei aber nicht an das Heutige Abessinische, den amharischen Dialect, sondern an die alte Ge-ez-Sprache, oder an den von den Falaschas gebrauchten Agau-Dialect gedacht werden. Diese Worte sind, wenn sie anders nicht corruulpirt sind: חנחרה für Taube, ריקות für Vogel, דרמייש für Pfeffer. In! Amharischen heißt nun Pfeffer Berberi (offenbar aus pipor), während die Falaschas (Flad, S. 33) mit Rekus dasselbe bezeichnen, was wir Trefa nennen. Wenn übrigens Eldad erzählt, daß die kuschitischen Juden hebräisch sprechen, so trifft dies auf die heutigen Falaschas, welche

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