Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 4 (April 1879)
- Article
- Zur Composition der agadischen Homilien
- Date
- 1879-04-01
- Page
- Seite 166 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ICO Z»r Composition bet agadischen Homilien. Handschrift (Eod. C.) die Piska הכהכה mit einer halachischen Jntroduction beginnt, in der die Jelamdenu-Formel zwei mal vorkommt, so ist dieselbe 60 ipso als nnücht zu bezeichnen, wie sie ja im l5od. L. und im Ialknt fehlt sin O. ist die ganze Piska ausgefallen). Der Anfang der Piska in C. ist aus Deut. r. וזאה הברכה entnoiume», wobei aber ילפתו statt des dort befindlichen;ד,לכר gesetzt ist. Ebenso trägt in sich selbst das Zeichen der Unächlheit das mit ,׳הלכת' beginnende Exordium in der als zweite Necenuon aus Cod. O. abgedruckten Piska בים השמיני ומוח. Hier aber ist nicht blos die halachische Jntroductian für unächt zu erklären, sondern wohl die ganze Piska, an deren Spitze sie steht, wie wir aus den übrigen Handschriften ') sehen, die für שפיני עצרת eine andere Piska (die erste in der Ausgabe) enthalten. Die zweite, eine Bearbeitung der ersten, hat aber schon dein Autor des Ialknt Vorgelegen, der sie (פנחס ij. 782) mit einem Theil der ersten aus der ״Pesikta" wiedergiebt. Tie Ansicht in den GL-, daß der Gebrauch des halachischen ExordiumS sich zuerst in der Pesikta findet und zwar eben in dieser Piskaa), ist mithin eine irrige. Wir kennen jetzt die Handschriften, nach denen die Excerpte im Jalkut zu prüfen siird; aber die Handschriften bestätigen auch nur, was wir m Beachtung des Eigenthümlichen der Pesikta mit voller Gewißheit ausstellen können *) ') Cod. L. und G., sowie bet Martata'sche Codex, ans dem ein grosier Theil der Piska BHM. IV. S. 137 ff. abgedruckt ist. ’) S. 355 und S. 105, Ivo noch statt ילפהנו הכינו nach dem Jalkut הלכה angegeben sein müßte. ') Durch diese Besprechung der IntroductionSformeln zeigt sich schon, wie völlig unbegründet bas Urtheil in der Monatsschr. 1854 €>. 00 ist, daß ״sich weder für die Jugend der Pesikta — nach Zunz, noch für das Alter derselben — nach Rapoport sCrech Millin S. 178) und Grüß la. a. O. C. >05) irgend eine sichere Spur angeben" läßt. Die besprochenen Krite. neu sind alle Kriterien für das hohe Alter der Pesikta. Wie ungeklärt die Ansichten über die Pesikta's vor der Verössentlichung der P. de Rab Kah. waren, ersieh! man auch aus jener Abhandlung in der Monatsschrift,