Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 4 (April 1879)
- Article
- Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
- Date
- 1879-04-01
- Page
- Seite 158 (sequence 14)
- Language
- German
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158 Das Blich Tobias oder Tobit, hier richtig: עם הגחלים ושם שם הלפ npna והביאו רו. Daraus folgt, daß H. M. von einem Texte abhängig ist, welcher dem chaldäischen ähnlich war. (;) 91111׳ nebenher sei bemerkt, daß die kanonisch-gr. Version in demselben Kapitel (<1, 15) noch einen Schnitzer verräth: TobiaS spricht seine Besorgniß aus, das; er Sara ehelichen sollte, weil bereits sieben Männer in dem Brautgemach mit ihr von einem Dämon umgebracht worden seien, und sein Tod wurde seine Ellern betrüben: *<« <« /■/]»• £<«*)»■ toi׳ ntuoi'K . . . fl*!<>v nujor; Eben so B. Es ist offenbar eine geläufige hebr. Phrase. והורדתי אח שיבח אבי ... פיכון שאורה, das ״g r eise H a a r" oder das ״h o h e A l t e r". Gram!:; C. hat auch das entsprechend griechische Wort dafür!<) 7 ץt q u c wl■ mr^öc, und eben so die Vnlgaia: stoponnm ^t-n6et nt sin illonim . . . ad inferos. Die Antiqua dagegen hat, wie Graecum ,,vitam". rijtHK in £<׳j׳J verschrieben ist weniger annehmbar als eine falsche LA. im Original היח statt שיבח. 7) Das sechste Kapitel vcrräth überhaupt mehrere Schnitzer, die nur durch Uebersetzungsfehler erklärt werden können. Tobias reist, von dem Engel Raphael geleitet, nach Rhagaisdas jetztige N a i, unweit des Kaspi-Sees) um das Geld zu holen, welches sein Vater bei einem Verwandten Gabael niedergclegt hatte. Ehe sie aber dahin kommen, müssen sie E k b a t a n a berühren, in welcher die vom Dämon geplagte Sara weilt, und das 10 Tagereisen von Rhagai entfernt lag. Aber che noch Tobias und der Engel in Ekbalana eintreffen, läßt der Graecus Canouic. sie scheinbar in die N ä h e N ha gai' s kommen, was ein geographischer Schnitzer außerordentlicher Art wäre. Stellen wir die Texte gegenüber, so wird sich zeigen, daß Ilgen hier richtig einen verderbten hebräischen Text erkannt hat.