Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 4 (April 1879)
- Article
- Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
- Date
- 1879-04-01
- Page
- Seite 155 (sequence 11)
- Language
- German
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seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz. 155 8 y 1־ us. ן C h a 1 d a e n 8. אתם בי יחידא הוא לנא והוא יפוק כססא לכספא לא נפטא, אלא תחלוף ייעול קימנא. בלא כספא פרנסנא; נפשא דברא דילי ידילף נהוא. אץ גיר דיהיבה לן לפאחא כץ בריא, הדא דספקא j .אלהא לן איתותי. I In bei־ sonst redseligen Vaticana ist dieser Passus sehr kurz wiedergegeben: omnis pecunia purganiento, ivahrscheiulich ist der Vers verstümmelt,!sticht weniger unverständlich ist er in der längern Fassung. Aber wie ist ihm beizukommen? Ilgen dachte mit Recht an eine hebräische AuSdrnckSweise etwa כסף להכסף אל גקדם, aber daS giedt keinen erträglichen Sinn und ist unhebräisch. Allerdings setzt das /«>) tfOüoiu, das griechisch gar nicht erklärbar ist, das hebräische Verbum קדם voraus. Aber da ein solches auch nicht in den Sinn paßt, so kann dieser nur erreicht werden, wenn man אל;קום liest, corrumpirt in יקדם. Die unglückliche Mutter, die ihren Sohn des Geldes ivegen nicht missen mag, verwünscht das Geld: הכסף ... אל;קום כי אם כפר כעו ק׳. Aber ein Wort fehlt noch, dem das sinnlose r׳ü sein Dasein verdankt. Ist vielleicht zu lesen: ״?^סוףam End e", ״ :הכםף לסוף אל יקוםMag am Ende das Geld nicht bleiben und Sühne für unfern Sohn sein" und der Uebersetzer hat לכסף gelesen? Wie dem auch sei, so geht jedenfalls daraus hervor, dast der Text eher verständlich ivird, ivenn man eine hebräische Fassung voraussetzt, welche der Uebersetzer entweder falsch gelesen oder falsch verstanden hat. Entschieden beweist dieser NerS, dast das Griechische nicht Original sein kann. Nebenher sei bemerkt, dast man diesem Verse auch eine chaldäische Fassung geben kann, die dem Hebräischen ähnlich wäre. Aber es folgt jedenfalls daraus, daß der chaldäische Text der Bodleiana nicht das Original fern kann, weil er diesen ganzen Passus nicht hat, und der doch zum rhetorischen Effekt wesentlich gehört. Auch ist hier das Chaldäische grundverschieden von der Vulgata.