Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 4 (April 1879)
- Article
- Das Buch Tobias oder Tobit, seine Ursprache, seine Abfassungszeit und Tendenz
- Date
- 1879-04-01
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
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seine Ursprache, seine Abfassmigszeit und Tendenz. 151 muß also ein griechisches Original vor sich gehabt haben, das eine andere Gestalt hatte. IV. Der ch a I b ü i s ch e T e x t. V. Z w e i h e b r a i s ch e ll e b e r s e tz n n g e n. n) Eine ältere, zuerst erschienen Eonstantinopel lllin, dann uou Sebastian M nnst er reedirt löl2, gewöhnlich Heb. Ak. genannt, b) Eine andere jüngere Uebersetzung erschien ebenfalls (sonst. löl!>, und reedirt von Paul Fagins, sjsna l.',4׳e, bezeichnet als Heb. F. Außerdem will H n e t eine andere hebr. Uebersetzung gesehen haben, welche zwar der Münsterischen nah kam, aber doch von ihr theilweise abweichend. B o ch a r t eilirt daraus einen Vers, der in den hebr. Texten fehlt (vgl. Fritzsche: Einl. S. 5). Wir werden diesen B. im Ehaldäischen wiederfiiide». Da von a. eine persische llebersetznng existirt, welche vor 1100 angelegt wurde, so muß diese älter sein. Die Fragen, die hier untersucht werden sollen, sind!) Wel׳ ches war die Ursprache des Textes des Bücher- Tvbil? ~י) Im Falle es sich Herausstellen sollte, daß dieser Urtext nicht mehr vorhanden ist, welche der vorhandenen llebersetzungen giebt ihn am treuesten wieder? ll) Wie verhalten sich diese verschiedenen Versionen zu einander? l) Welche Zeilsitnalion ist ans dem gesicherten Texte zu erkennen? .׳>) Ist das Apokrpphon geschiehtlieh oder didaktisch, und welche Tendenz hat es? Ilgen, welcher sich zuerst eingehend mit diesein Apokry- Phon beschäftigt hat, stellte die Ansicht ans, daß das Original hebräisch gewesen sein müsse. Aber da er, wie überhaupt die protestantischen Theologen jener Zeit das Althebräische nicht vollkommen beherrschte und auch keine Ahnung davon halte, daß es einen hebräischen Styl giebt, welcher sich znm Biblischen verhält, wie das Byzantische Griechisch znm Elastischen, so konnte er seine Ansicht nicht überzeugend durchführen. Daher schwanken die Ansichten noch iuuner darüber. Fritzsche, der sich in neuester