Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 133 (sequence 3)
- Language
- German
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״jur Geschichte bet Falaschas" bemiRten Quellen. 133 ihrer Ursprünglichen Heimath Samen genannt und sei in einer griechischen Jnschrist zu Adalis an der abessinischen Küste aus der Zeit von NO bis 75 v. CH. sä)0n von dem Lande Samen die Rede. Der Pentateuch heisie bei den Abessiniern und den Falaschas nicht Thora, sondern werde mit dem syrischen Worte £ rith (Cva'iUm) bezeichnet (Üubolf überseht, Orith mit ..lex“ Gescß), die Inden ivären demnach zn einer Zeit nach Abessinien gekommen, wo das Hebräische bereits durch das Syrische rorrumpirt gewesen sei. Das Jndenthnm müsse übrigens auch deshalb in Abessinien älter als das Christenthum sein, weil die christlichen Abessinier sich des Fleisches aller von Moses verbotenen Tbiere enthielte», ivährend die egyptischen Kopten, von denen die Abessinier das Cyristenthum nngenonnnen hätten, dies nur hinsichtlich des Schweines und des Hasen thäten. Marcus kommt schließlich zu der Annahme, daß Alexander der Große eine Anzahl Juden und Samaritaner an die abessinische Küste verpflanzt habe, daß aber vielleicht auch schon früher Juden dort gewohnt haben mögen. Der Leser wird mir hosfentlicli dankbar sein, daß ich so ausführlich über die interessante Schrift des Herrn Marens reserirt habe. Ich selbst habe seinen Gründen für die Colonisirung durch Alexander den Großen noch die Sage von der durch diesen Eroberer erfolgte» Perpflanzung von Inden ״jenseits der Berge der Finsterniß" hiuzuzufügen. Was die Beschneidung der Knaben betrifft, so verweise ich auf Bruce Bd. 3. S. 340, wo es heißt: ״Die FalaschaS sagen, daß sie es (das Beschneiden) zu- ״weilen mit dem Rande eines scharfen Steines, zuweilen mit ״einem Messer oder Rasirinesier und zuweilen auch init den ״Nägeln der Finger verrichten: sie lassen deswegen die Nägel ״a» ihrem kleinen Finger unproportionirt lang wachsen. Wäh- ״rend der Operation singt der Priester ein Lied oder gewiffe