Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- Zur Composition der agadischen Homilien
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 109 (sequence 13)
- Language
- German
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Zur Composition der agadischen Homilien. INS in der Regel die längste agadische Ausführung angeknüpft, sowie auch mehrere besondere Auslegungen angereiht, während zu den übrigen Versen und Berstheilen die Auslegungssätze mehr oder minder kurz sind. Endlich schließen die meisten Piska's mit der Anführung non Bibelsnersen, die die hoffnungsreiche Zukunft Israel'S verkünden. Diese so einfache Form der Piska's ist mit groster Strenge im ganzen Werke beobachtet worden. Eine Piska, die nicht nach dieser Disposition entwickelt ist, wie P. XXIV. (דדשו), kann unmöglich acht sein, und wir haben bereits gesehen (oben S. 104), daß diese Piska nur in dein überhaupt nie! Unächtes enthaltenden Eod. E. vorhanden ist, während sie in den drei anderen Handschriften (darunter auch t>em Eod. R., der speeiell die Piskoth דש״ה ובו׳ umfaßt) ganz fehlt und auch Arnch und Ialtut nicht Vorgelegen hat: sie findet sich eigenthünrlicher Weise Tanchuma als erster Abschnitt zu הצור תמים פעלי. Wenn eine andere im Ganzen unzweifelhaft ächte Piska, die P.בחודש השלישי, große Abweichungen non der Form der Piska's aufweist, so werden wir allen Grund haben, einzelne Bestandtheile dieser Piska besonders zu prüfen 1). Wo die Ausflihrung der angegebenen Disposition in einer Piska sich vollständig wiederholt, da werden wir wohl gegen die allgemein geltende Allsicht, daß die alte Pesikta für jedes Fest rc. nur eilte Piska euthätta), annehmen dürfen, ') Ganz räthselhaft ist mir, u>io in P..ויהי בשלח mitten in der fortlaufenden Auslegung und zwar zwischen der Ausleg. zu Ex. IN, 19 a. tS. *5 b.) und 1:1, ln b. (3.!üb.) die weder mit dem Thema noch mit der Piska in irgend einem fichtbaven Zusammenhang stehenden, 15 Seiten der Ausgabe füllenden Erzählungen vom A. Simon b. Iochai und seinem Sohne A. Eleasar ihre Stelle gefunden haben. Sollte der 7. Passahlag eine Beziehung geboten haben, diese Heroen der späteren Zeit zu vcrherr- .liehen'? Oder ist die ganze Zusammenstellung eine Interpolation, die freilich sehr alt fein must? *) Vgl. bes. Erech Millin S. 175 (im angenommenen Gegensätze zur