Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 557 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. ->~,7 gleichfalls gebotenen Pflichten und bereu Erfüllung eine fotdie־ Beschaulichkeit nicht immer Maßt, so sollen wir alle Misere Pläne und Gedankelt wenigstens dadurch mit der Vorstellung Gottes verknüpfen, daß wir bei jedem Unternehmen, zu üem wir schre'tten, das Gelingen Gott anheimgeben, das Entrinneit ans jeder Gefahr dem Beistände Gottes zuschreiben, Gott für jeden erreichten Erfolg den gebührenden Tank entrichten, umgekehrt - aber für das Mißlingen unserer Unternehmungen die Verantwortung auf uns selber nehmen, indem wir die Schuld daran entweder unseren Sünden oder irgendeinem anderen Umstande beimessen, durch den wir die Abwendung der göttlichen Fürsorge von uns herbeigeführt haben. Die nun fotgettbeu Worte in dem. dieser Auseinandersetzung zu Grunde gelegten Verse: ״Und ihm sollst du anhangen" erklärt A. b. D. als eine nur nodj dringendere und verstärktere Mahnung zu derjenigen Hingebung an Gott, die sich uns aus der Entwicklung des Begriffs des Gottesdienstes ergeben hat. Nur derjenige aber, der alle in diesem Verse bezeichneten Stufelt der Annäherung an Gott, die der verehrenden ״Gottesfurcht", des ״Gottesdienstes" und der unei!tgesd)ränkten ״Anhänglichkeit" an Gott erstiegen hat, dürfe and), wie es am Schlüsse jenes Verses heißt, bei Gottes Namen ״schwören". Wer hingegen zu dieser hohen Stufe noch nid)t gelaugt ist, rnitijm die Bedeutung des göttlichen Namens nod) nicht in ihrer gaitzen Erhabeltheit zu ermesien vermag, der solle sich nicht nur des Sd)wörens beim göttlichen Namelt, sondern aud) des Aussprechelts desselbelt ent- Haltens. Wenn auch die Erfüllung dieser unserer Pflichten gegen Gott, so schließt A. b. D. diese Erörteruilg ab, nidn geringe Ansprüche an unsere Willenskraft stellt, so dürfen wir uns doch tu unserem Streben nach ihrer Erfüllung onrch die uns Anfangs entgegentretenden Sd)wierigkeiren uid;t abschrecken lassen, ׳ ’) Dieselbe Erklärung Raschi PerttateuchkommelNar zur Stelle.