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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 12 · p. Seite 537

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 12
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 537 (sequence 6)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud au-- Toledo, ö:i7 wir sein Urtheil nur umso auffallender finden. Was Jehuda Halewi betrifft, so ist derselbe in seiner Erörterung der Willensfreiheit allerdings kaum über Saadia hinausgegangen; er sucht gleich diesem die Lösung dieses Problems darin, daß er behauptet, die Möglichkeit der Dinge werde durch das Wissen Gottes von ihnen keineswegs aufgehoben. Würde das Wissen Gottes, so argumentirt er mit Saadia, unmittelbar das Werden und Sein der Dinge zur Folge haben, dann müßte ja die Schöpfung, der Ewigkeit des göttlichen Wissens entsprechend, gleichfalls oorr Ewigkeit her bestehen, mrd es wäre urrbegreiflich, daß noch immer, wie es doch thatsächlich der Fall ist, neue Dinge entstehen können 1). Durch Bachja ibn Pakuda hingegen Hütte A. b. D. auf die später von MaimonideS weiter ausgeführte Lösung dieses Problems hingewiesen werden nrüssen a), die alle haarspaltenden Distinktioneil dadurch überflüssig macht, daß sie auf der einen Seite die menschliche Willensfreiheit als eiire durch unmittelbare Empfindung sich aufdcängende Thatsache acceptirt, auf der anderen Seite aber gegenüber der Einrede, die Annahme der menschlichen Willensfreiheit beschränke die göttliche Allwissenheit, auf den, de!n menschlichen Erkenntnißvermögen.unfaßbaren, tranSscendenten Charakter der göttlichen Attribute im Allgemeinen und der Allwissenheit in's Besondere hinweist *). ') Kosari V, 20. Vgl. Emunoth IV, S. 79. Auf die Abhängigkeit Jehuda Halerm's von Saadia macht schon Aldo (Jckarim V, 1) aufmerksam, der selber Saadia bekämpft und sich in dieser Frage dem Marinorüdes anschließt. י) Bachja, Herzenspslichten III, 8: והדעת הזאה קרובה אלי דרך ההצלה פבל אש־ קדט וברו, כי פן האמת והנבונה!. שנודה בסכלות בדבר הזה פהכפת הבורא ית׳ פפני חלישח דעתינו ופעוט הכרתינו ונוי. Am Schluffe seiner Auseinandersetzung über die Willensfreiheit: ופי שהוי-ו בסבלות אש־ ספרני בדבר שהוא בין ידיו תדיר, אין פן התיפה, שלא ידע פהלבי הנח־ והצדק פפשפטי הבורא יתעלה אשר הם נעלפים ונעלפינם פפה שזכרנו עד אץ קץ. ’) Maimonides, More III, 20. 21, Einleit, zu Aboth Cap. VIII. Daß

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