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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 12 · p. Seite 536

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 12
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 536 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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536 Die Religionsphilowohie des Abraham ibn Daud aas Toledo. älteren arabischen Philosophenschulen gelehrt wurde und in der That zu ähnlichen Konsequenzen geführt zu haben scheint'). Von jüdischen Schrmüeüern hätten zwar einige Gaonen diese Frage berührt und!ich im Einklang mit der Ansicht unserer alten Lehrer f ü r die menschliche Willensfreiheit entschieden, allein eine tiefere Erörterung dieses Problems sei nicht einmal in Saadia's religionsphilosophischem Werke zu finden *). Wir können jedoch unserem Philosophen kaum die Berechtigung zu einem so abfälligen Uriheil über die Leistungen seiner Vorgänger zugestehen, da gerade in diesem Punkte seine eigenen Ausführungen uns völlig unbefriedigt lasten. A. b. D. hat nicht einmal den Versuch gemacht, den Widerspruch zwischen göttlicher Vorherbestimmnng und menschlicher Willensfreiheit einer Lösung entgegenzuführen, er ist unter allen jüdischen Religionsphilosophen wohl der einzige, der, nur die menschliche Willensfreiheit zu retten, sich nicht gescheut hat, eine Beschränkung der göttlichen Allwissenheit anzunehmen, denn in der Aufrechterhaltung des Begriffs der Möglichkeit auch für das Misten Gottes liegt doch nun einmal eine solche Beschränkung trotz des Widerspruchs, den A. b. D. dagegen erhebt. Wenn derselbe aber unter den ״Gaoneu" und ״Weisen unseres Volkes" deren er an dieser Stelle Erwähnung thut, auch ׳eine beiden älteren Zeitgenosten, Jehuda Halewi und Bachja ibn Pakuda, sollte gemeint haben 8), so würden ') Vgl. Jbn-Stna, Lchahrest. II, 276. Die Abhandlung über die göttliche Vorsehung schließ: mit den Worten: ״Aber es wird gesagt, du hast diese für das Paradies geschaffen, darum habe ich mich nicht zu kümmern, und diese hasi du für die Hölle geschaffen, darum habe ich mich nicht zu kümmern und Alles gelangt dahin, wofür es geschaffen war". ף Ein. Ram. S. 93 T-rt: ודע שעל דעח הבחירה היו קדמונינו, האומרים הבל בידי שמיס חוץ מיראת השמים, ובמשבי להבם מחכמי הנא וני בם, הביאו דבריהבם כפשסובם, לא יפרשו אותכם, אבי האמינו אמתתס. וכאשר ודברי זולתו n תעיין בדברי רבינו סעדיה ז״ק־י בספר האמיני—. ו ה ם ב ר ו .פ ה ב מ י!ה א ו מ ח תמצאהו כן י) Vgl. jedoch Einleitung Monatsschrift 1877. S. 474.

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