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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 11 · p. Seite 526

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 11
Article
Pharisäismus und Sadducäismus und ihre differirende Auslegung des mimacharat ha-schabbat
Date
1878-01-01
Page
Seite 526 (sequence 5)
Language
German
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526 Pharisäismus und Saddücäismus und ihre differirende Auslegung Chronist aber, der das nicht mit seinem Buch Leviticus in Einklang fand, legt sich die Erklärung in seiner Weise zurecht, daß Priester und Volk im ersten Monat nicht rein waren. Daß wir die talmudische Interpretation von Chiskijahu's Verfahren, er habe nicht Peßach im 2. Monat gefeiert, sondern bloß Nissan zum Schaltmonat gemacht, als kritisch unzüläßlich erachten, bedarf hoffentlich keiner nähern Begründung. Dieser Brauch nun, das Jahr zu 12 Monaten, und zwar 7 zu je 30 und 5 zu je 31, oder alle 12 zu je 30 Tagen zu zählen und 5 Tage am Ende der 12 Monate einzuschalten, dauerte noch lange Zeit während der zweiten Tempelperiode fort. Noch in den Büchern Esra und Nehemia handelnd von einer Zeit, wo wenigstens für die Juden Palästina's eine Art Centralbehörde vorhanden war, findet sich keine Spur von Verkündigung und Festsetzung des Neumonds. Mit Antigonos aus Socho und seinen Genossen hat die Sache eine Wendung genommen. Es wird uns aus guter Autorität, nämlich von Jsaac Israeli (Jesod Olam 4, 6) im Namen des R. Saadia Gaon berichtet, Antigonos in Uebereinstimmung mit seinem Beth-din habe die Bestimmung des Monatsanfangs nach dem Sichtbarwerden der Mondsichel zuerst eingeführt. Eine Consequenz dieser neuen Einführung, wodurch die Summe von zwölf Monaten noch um ein Bedeutendes hinter dem Sonnenjahr zurückblieb, und um sie mit demselben in Einklang zu bringen, war nun, daß von Zeit zu Zeit ein zweites Adar als dreizehnter Monat eingeschaltet wurde. Saadia in der angeführten Stelle sagt, Antigonos habe diese Neuerung in Betreff des Monatsanfangs angeordnet, um die Ansicht der Zadukim und Boethusim zu zerstören, welche über das Zeitmaß des Monats mit den Peruschim im Streit waren. Was der Streit war, und wie durch die neue Anordnung des Antigonos die Ansicht der Zadukim zerstört werden sollte, geht aus seinen knappen

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