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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 11 · p. Seite 517

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 11
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 517 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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Die Religionsphilosophie deS Abraham ibn Daud aus Toledo. 517 in den Ideen der Inbegriff alles Guten und Realen, in der Materie hingegen das Princip der negativen und defektiven Natur der Dinge liegen soll, tritt jedoch in der Darstellung A. b. D.'s ganz besonders deutlich hervor, indem Gott und die Materie einander als die beiden äußersten Pole des Daseins gegenüber gestellt werden; Gott als das absolute Sein ist auch der Urgrund alles Entstehens und Werdens, der selber unbewegte Urheber aller Bewegung, die Materie als das Nichtsein der Grund aller Unvollkommenheit, das immer nur passive und niemals zur Aktivität gelangende Substrat aller Bewegung*). Je nachdem die Dinge sich mehr deni einen oder dem anderen dieser beiden Pole nähern, nehmen sie einen höheren oder niedrigeren Platz in der Stufenleiter der Schöpfung ein; ihr realer Gehalt wird desto größer, je näher sie der Idee kommen, denn dadurch gelangt in ihnen die Natur des Guten in höherem Maaße zum Ausdruck. Solche Mängel und Unvollkommenheiten hingegen, die man mit Recht als Uebel bezeichnen darf, sind nur im Bereiche der materiellen Dinge anzutreffen 2), und zwar dann, wenn irgendein materielles Hinderniß auf die Entwicklung dieser Dinge hemmend einwirkt und sie die ihnen bestimmte Auch Spinoza geht von dieser Auffassung aus in den Sätzen: Nihil in ideis positivura est, propter quod falsae dicuntur. Ealsitas consistit in cognitionis privatione, quam ideae inadaequatae, sive mutilatae et confusae involvunt (Etli 11, prop. 33 und 34), vgl. meine Dissertationsschrift: 1)6 Cartssli Spinozaeque philosophiis et, quae Inter eas intercedat, ratione Cap. VI. ׳) Ein. Ram. S. 93 Text:עד שיהיו למציאות שני קצוות, קצה לא יצוייר כמוהו בשלימותו וריחוקו והסתלק צד קדושתו מדרכי החסרון כולם, והוא מניע הדברים כולם מבלתי שיתנועעו, וקצה לא יצוייר כמוהו בחסרון והרחקתו מצדדי השלמות כולם והוא מתנועע מן הדברים בסדור ואמצעיים, מבלי שיניע הוא דבר, וזהו אשר קראנוהו היולי; vgl. Alfarabi, Principia S. 23, Gebirol, Mekor Chajim II, 1: והוא שתצייר כתות הנמצאים זו למעלה מזו, ומקצתן מקיפות למקצתן ומקצתן נושאות למקצתן ויקיפו בהן■ שתי קצוות, האחת במעלה והאחת במטה וגו׳. ’) Jbn-Sina, Schahrest. II, 274; lieber die entsprechenden Ansichten des Aristoteles vgl. Zelter, Philos. d. Griech, II, 2 S. 326.

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