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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 11 · p. Seite 513

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 11
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 513 (sequence 11)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud-aus Eoledo. 513 lichen Fornien, durch welche die Engel den Propheten in sinnlich wahrnehmbarer Gestalt erscheinen, nicht etwa als deren wirkliche und dauernde Formen betrachten, sie sind vielmehr nur für diesen bestimmten Zweck erzeugte, von den Engeln für einen vorübergehenden Moment angenommene Gestalten *). So vermag eine rationelle Auslegung, die Lehren der heiligen Schrift mit den Ergebnissen der Philosophie in völlige Uebereinstimmung zu bringen und den dem Judenthum von seinen Gegnern gemachten Vorwurf, daß seine Auffassung des göttlichen Wesens von anthropomorphistischen Vorstellungen getrübt sei *), auf £ Gründlichste zu widerlegen *). .בגשמיבם חמרייכם, אחר שהבז צורות לגשמיכם המרייכם מתחלת מציאתכם Das. S. 91 Text: .ומניעי השמיבם חכם ה נגלי נם ל א נש י נם נ) Ern. Ram. S. 91 Text: ואלה העצמינם הנגליבם לאישיכם עשו מן היסודות צורות נבראות לשעתן, כדי שיקרו אל חוש הנביא, והיא .צורה בדויה לא אמתית ף Em. Ram. S. 91 Text: אמבס החולקיבם עלינו מן האומות נורו עלינו בזה שאנחנו מג שי מי נם. Auch Schahrestani macht dem Iudenthum den Vorwurf, es huldige dem Anthropomorphismus, I S. 116: ״Das Meiste davon ist aber von den Juden entlehnt, bei welchen die Verähnlichung zu Hause ist"; das. S. 96 wird diese Eigentümlichkeit jedoch auf die ״Karäer unter ihnen" beschränkt. Ueber eine während der Blüthezeit des Karäismus innerhalb des Judenthums aufgekommene Geheimlehre, auf welche dieser Vorwurf zielen könnte, vgl. Grätz in Frankel's Monatsschrift Jahrg. 1859. S 67 ff. 103 ff. 141 ff.; Geschichte der Juden V. Band S. 233 (1. Ausl.). Vgl. auch oben S. 316. *) Wir haben oben aus den, in diesem Kapitel zerstreuten, Bemerkungen den Gedankengang A. b° D.'s im Zusammenhang darzustellen gesucht und wollen hier noch einige von den zahlreichen, in die Darstellung eingeflochtenen, exegetischen Bemerkungen hervorheben. Das größte Gewicht legt A. b. D. auf seine Erklärung der, von den jüdischen Religionsphilosophen so vielfach erörterten, Stelle Exod. 33,12 bis Schluß des Kapit. Die ganze in diesem Kapitel des Em. Ram. angestellte Untersuchung geht von dieser Stelle aus und kehrt immer wieder zu ihr zurück. Die von A. b. D. vorgetragene Deutung steht allerdings im engsten Zusammenhang mit seiner in diesem Kapitel dargestellten Theorie, macht aber in exegetischer Beziehung in hohem Maaße den Eindruck des Gesuchten und Erkünstelten. Zunächst soll Moses diese ganze Unterredung gar nicht mit Gott selbst, sondern mit Gr aetz, Monatsschrift xxvil. u. 33

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