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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 11 · p. Seite 491

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 11
Article
Über die Bedeutung der masoretischen Bezeichnung: "Unterbrechung in der Mitte des Verses"
Date
1878-01-01
Page
Seite 491 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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״Unterbrechung in der Mitte des Verses". 491 tragendeil Personen sei von Anfang an, bei der Vorbereitung zum Ueberschreiten des Jordan ertheilt worden. Dieser Vorgang wird in der Erzählung ganz besonders betont, weil das Vorhandensein der zwölf Steine unweit des Jordanufers in Gilgal die Erinnerung daran stets erneuern sollte. Daher sind diesem Factum acht Verse gewidmet (4, 1—8). Aber gerade weil die Erzählung desselben wegen ihrer Wichtigkeit weitläufig angelegt werden mußte, durfte der Erzähler sie nickt in den Eingang (3,12) ausführlich geben und hat sie daher hier nur angedeutet, קחו לכם שני עשר איש. Er wollte nur damit andeutelt, daß dieser Befehl bereits vorher ertheilt worden war. Er deutet es!roch durch den Umstand an, daß er den Vers (4,1) ויהי כאשר תמו כל הגוי לעבר את הירדן wieder aufnimmt (4,11) ויהי כאשר תם כל העם לעבר ויעבר ארון ה׳. Er wollte damit sagen, daß die zwischen 2—10 liegenden Verse der Zeit nach nicht mit V. 1 zusammengehören, sondern plusquamperfecta seien. Da aber die Eonstruction leicht verkannt werden konnte und thatsächlich verkannt wurde, hat die Masora oder einer der Masoreten diese temporale Trennung der Verse durch das Piska angedeutet. Hätte Ewald, seine Vorgänger und Nachfolger diesen masoretischen Wink verstanden, so wären sie nicht auf den absurden Einfall gekommen, diese Erzählung sei aus zwei verschiedenen Quellen zusammeugeflossen. Sie erscheint vielmehr aus einem Gusse voll einem und demselben Autor concipirt, und die eillzelnen Bestandtheile sind mit Absicht vertheilt und geordnet. Diese Ordnung und Vertheilung hat der Masoret, welcher bei 4, 1 das פיסקא באמצע 8םוק angebracht hat, besser als die kritisch sich spreizenden Exegeteu verstanden. — Für den Zweck unserer Untersuchung können wir aus dieser Note uns merken, daß Piska nicht bloß eine Lücke innerhalb eines Verses, sondern auch die Rectificirung der syiltaktischen Eonstruction andeutet. VI. Zu Josua 8, 24 bemerkt die.Masora der Biblia Habbinica ebenfalls ein Piska an. Lonsano und Norzi bezweifeln

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