Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Exegetische Studien
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 479 (sequence 2)
- Language
- German
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Exegetische Studien. .470 hat Hitzig (״Die Spr. Sal. übers, und ausgelegt von vr. Ferd. Hitzig, Zürich 1854") dagegen die wunderlichsten Verschiebungen und Verrenkungen an unserer Stelle vorgenommen, auf die hier einzugehen kaum der Mühe werth. Denn wenn er, um hier nur ein Beispiel anzuführen, den Ausdruck 2ע2ם in 2׳ 2עם ändert und mit dem Folgenden verbunden, dasselbe wörtlich so erklärt: ״denn der Thor ärgert sich über Verweis", wenn er ferner zur Empfehlung dieser Annahme die andere zu Hilfe nimnrt, daß man für כבעם, um den Mißlaut zu vermeiden, 2ע2ס gesprochen habe, so richtet sich wohl ein solches Verfahren von selbst. Am wenigsten aber wird man darin den richtigen Weg zur Lösung der vorhandenen Schwierigkeiten erblicken können. Vielmehr sind hier, wie so oft, die alten Versionen, Septnag., Syr. und Chald., zu Rathe zu ziehen. Diese aber haben für die so dunklen Worte ו2ע2ם אל מוםר א1יל das Bild eines Hirschfanges ausgedrückt. Es liegt nahe, mit Bertheau zu vermuthen, daß ihnen für אףל im heutigen masor. Texte die Lesart איל Vorgelegen. Der griechische Vertent als der Chorführer dieser Uebersetzungen bietet auch für das masor. מוסר eine Uebersetzung dar, die vielmehr auf מ1םר Fessel führt, m. vgl. xai mgnao xvmv im dedfiovg rj mg iXaifog to'Ztvxari nanXy\ymg elg reo ryrmo. Und wenn auch diese Uebersetzung durch das daneben stehende mgneq xvmv verdächtigt wird, indem letzteres nach Hitzig's scharfsinniger Vermuthnng wohl nur ein Mißverständniß ist, entstanden aus unrichtiger Wiedergabe eines von den LXX benutzten älteren Targum, in welchem für das von der Septuag. ausgedrückte 22ל2א vielmehr entsprechend dem heutigen hebräischen Texte 222לא gestanden haben mag, so fehlt es doch auch an inneren Anzeichen nicht, die die aus den Verss. zu schöpfende Lesart "פ1םראיל" bestätigen können. Denn erstlich verlangt es das Gesetz des Parallelismus der Glieder, daß das Bild am Schlüsse von v. 22 gerade wie das zu Anfang desselben Verses und das gegen Ende von Y. 23