Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 455 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. 455 l i ch e n Entwicklungsreihe, deren niedere Stufen, wenn sie auch von der eigentlichen Prophetie unterschieden werden müssen, doch auch wieder in einer gewissen Wesensgemeinschaft mit derselben stehen. Und selbst auf der Stufe der eigentlichen Prophetie angelangt ist diese Gabe nach ihrer Darstellung doch noch einer (gewissen fortschreitenden Entwicklung fähig, wenn dieselbe auch ausnahmsweise in einem besonders bevorzugten Individuum gleich in ihrer höchsten Vollendung auftreten mag. Die Gebundenheit der prophetischen Erkenntniß all natürliche Bedingungen äußert sich ferner auct) darin, daß dieselbe bei dem einen Propheten in höherem, bei dem anderen in geringerem Maaße vor- Händen ist. je nach den natürliche)! Anlagen der einzelnen Individuen und der Begünstigung durch die sie bedingenden sonstigen Voraussetzungen. Der untersten Stufe derjenigen Geistesthätigkeit, die in ihrer höheren Entwicklung zur prophetischen Erkenntniß führt, begegnen wir bei der Zahlreichen Klasse voll Menschen, welche die Gabe der hellsehenden Träume besitzen. Wenn im Schlafe die äußeren Sinne rutjen oder doch wenigstens ihre Thätigkeir in minder energischer Weise ausüben, dann beginnt gewöhnlich das freie Spiel der Phantasie, indem dieselbe der Kontrole entbehrend, welche der Verstand und die äußeren Sinne im Wachen über sie ausüben, die im Geiste gesammelten Vorstellungen und Bilder in willkürlichster Weise verbindet und trennt und so neue Vorstellungen erzeugt, die wir als Traumvorstellungen bezeichnen. Diese Wahnvorstellungen erreichen den höchsten Grad der Lebhaftigkeit in den Träumen der Fieberkranken, wo die Erschlaffung der körperlichen und geistigen Funktionen die Zügellosigkeit der Phantasie noch mehr begünstigt Allein sowie ף Arist. de somn. I, 458. b, 25 SiqXov Sh 71bqI tovicdv änävrwv T0 ye TOGovTov, ou tcq avvcp cp neu, iyQ^yoQÖvec sv mtg vöaocg aTremoreorc t,ovt’ aiko ml ß.v tq> v7tvcp nocet ro nä^og.