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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 368

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 368 (sequence 8)
Language
German
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368 Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. Angemessensten '). Man könnte in gewissem Sinne das Attribut der Existenz als Gattungsbegriff und das der Unvergleichlichkeil als unterscheidendes Merkmal auffassen, indem nämlich durch Anwendung des Attributs der Unvergleichlichkeit auf den Gattungsbegriff der Existenz die Existenz Gottes als verschieden von der der anderen Dinge, als eine ganz und gar unvergleichliche bezeichnet wird. In gleicher Weise könnte auch jedem anderen Attribute als Gattungsbegriff die Unvergleichlichkeit als unterscheidendes Merkmal subsuniirt werden, wie wir es ja auch bei dem Attribut der Einheit gethan Habens. Nur muß man sich dabei gegenwärtig halten, daß auf Gott weder Gattung noch Merkmal im eigentlichen Sinne anwendbar sind. Denn der Gattungsbegriff wird allen ihm untergeordneten Dingen in gleicher Weise beigeiegt, die Existenz aber wird Gott und den anderen Dingen ,licht in gleicher Weise beigelegt. Das Merkmal wieder scheidet aus dem Gattungsbegriff zwar eine Art aus, die einzelnen Individuen derselben kommen aber in den! Artbegriff miteinander überein. Auf Gott ist mithin weder Gattung noch Merkmal anzuwenden. Zwischen Gott und den Dingen herrscht Verschiedenheit, nicht Unterschied * *). Was das Attribut der Ewigkeit von dem Wesen Gottes, das sagt das Attribut der Wahrheit von der Existenz '1 Vgl. oben S. 862 Anmerk. 2. *) Indem zu den einzelnen Attributeir als Gattungsbegriffen die Unvergleichlichkeit als Unterbegriff oder unterscheidendes Merkmal hinzngedacht wird, werden dieselben ihres positiven Inhalts entkleidet und die Aussage eines jeden beschränkt sich dann darauf, daß die betreffende Eigenschaft von Gott in einer unvergleichlich verschiedenen Weise als von den anderen Dingen gelte. Auch hier hat Kaufmann (Attributenlehre S. 3L2), wie ich glaube, den Sinn der allerdings Etwas dunklen Stelle nicht richtig wiedergegeben. *) Der Text ist hier nicht in Ordnung; nach der Erklärung des Merkmals, die auch an sich nicht recht verständlich ist, fehlt jedenfalls der Veweis, daß dieser Erklärung zufolg« der Begriff des Merkmals auf Gott nicht anwendbar sei.

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