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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 364

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 364 (sequence 4)
Language
German
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-64 Die ReligionsphLlosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. Men nicht in horizontaler Linie stehen, jedes Ding doppelt sieht, obschon es in Wahrheit doch nur eines ist 1). Denn, wie * der ״Philosoph" mit Recht bemerkt 2), kann die Schwierigkeit im Erkennen eines Gegenstandes ihren Grund eben so gut in der zu hohen wie in der zu niedrigen Rangstufe der Existenz haben, auf der dieser Gegenstand steht. Das eine ist z. B. bei der Vorstellung der Hyle, der Zeit und des Raumes, das andere bei der Vorstellung Gottes der Fall, dessen Wesen gerade wegen der Macht und Stärke seiner Erscheinung uns dunkel bleibt, sowie die Fledermaus nicht in die Sonne sehen kann, weil deren Licht ihr zu blendend ist •). In Wahrheit bildet das göttliche ') Kosari IV, 3. S. 311. *) Wenn A. b. D., wie man anzunehmen geneigt wäre, bei diesem ״Philosophen" xaif i^oxfjv an Aristoteles denkt, so könnte meines Wissens nur die Bemerkung gemeint sein, daß sowohl zu kräftige wie zu schwache Sinneseindrücke auf unser Wahrnehmungsvermögen störend einwirken, die mittleren Eindrücke hingegen unserem Wahrnehmungsvermögen angemessen seien, <16 anirv. II, 12. 424. a, 28 : cpavsQov d’ix tovtoov xal dtä ri note zmv alcr&Yixwv at vrceQßoXal xpd'SiQovai cd. tilcr&qzyQia' iäv yä$ fj ia%voortQa rov aiod'riTrßvov H xtvrjGig, Xvezai b Myog x 1. k.; das. b. 1: alrtov yäq tö [At] jmeGOTyza, f&ridk iocavrcjv ctyxyv °^av ™ fäxsöhai rcöv alcrtfrjzmv x. r. L: das. II, 11. 424, a. 12: äva/cmv d’ iarlzo ze (jbtxQav sxov 7cafA7tav (hcupogäv zeov änzwv, otov Ttinov&sv b xai zcov änzmv at nmqßoXat, vqgtc€q za (pdxxquxä. Dieteriei, Die Anthropologie der Araber <L a u t e r e Brüder) S. 113 : ״Auch kann der Mensch die von der Materie abstrahirte Form wegen ihrer zu großen Reinheit, nicht etwa wegen ihrer Verborgenheit und Feinheit nicht erfassen. Dagegen giebt es andere Dinge, welche der Mensch wegen ihrer Verborgenheit und Feinheit nicht erfaßt, so der Theil, der sich nicht theilen läßt, oder die von der Form gelöste Urmaterie". Vgl. Kaufmann. Attributenlehre S. 347. Anm. 14. ') Kaufmann. Attributenlehre. S. 347 Anmerk. 17. Das Bild von der Sonne, die das Auge durch ihre Strahlen blendet, findet sich, auf die Erkenntniß GhtW angewendet, häufig bei arabischen und jüdischen Schriftstellern, vgl. Steinschneider Mfarabi S. 98 und S. 247, Bachja Herzenspflichten I, 10, Iehuda Halewi. Kosari IV, 3 S. 318, GazzLli. JhjL IV, 396 (Kremer. Geschichte der herrschenden Ideen des Islams. Leipz. 1869. S. 112). Bei Maimomdes More I, 59 findet sich dasselbe fast wörtlich sp wie bei A. b. D.

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