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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 363

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 363 (sequence 3)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Dand aus Toledo. 363 Da das Wesen Gottes für den Menschen unerkennbar ist. 'so können von Gott auch keine wesenhaften Attribute ausgesagt werden *). Noch viel weniger aber dürfen die Attribute als etwas von dem Wesen Gottes Verschiedenes und zu diesem erst Hinzutretendes betrachtet werden, denn dann würde ja durch die Annahme eines oder gar mehrerer Attribute eine Verschiedenheit und Vielheit in Gott selbst hineingetragen werden. Die Attribute sind vielmehr als Neg ationen aufzufassen, so daß eine noch so große Anzahl von Attributen dennoch keine Vielheit im Wesen Gottes ergiebt. Daß aber die göttlichen Attribute unserer Vorstellung als eine Vielheit erscheinen, das liegt an einer Schwäche unseres Erkenntniß- Vermögens; es ergeht uns darin ähnlich wie demjenigen, der, in Folge seines geschwächten Sehvermögens und weil seine Pu- ואשר אי אפשר שיודע, ואשר הוא על הרוב. Einen ähnlichen Ausspruch citirt Bachja im Namen eines Weisen, Herzenspflicht. I, 9: החכס שבבני אדבש בדעת הבורא הוא יותר סכל באמחח עצנש כבודו, ומי שאינו יודע אוחו הוא סבור שיודע עצבם כבודו. Auch Moke ibn Esra hat ein ähnliches Citat: ,ואמר אחד מן החכמיס. החכט מכל בני אדכש בסוד הבורא הוא סכל מכלבש ומי שהוי־ת סבק־1 מכולבש בו הוא [החכס]. (Zion II, 136, vgl. Kaufmann, Die Theologie des Bachja ibn Pakuda. S. 87. Anmerk. 2). ') Daß wir uns das Wesen Gottes nicht vorstellen können, beweist A. b. D., indem er zeigt, daß wir Gott, als etwas Unkörperliches, nicht sinnlich wahrnehmen, eben so wenig aber auch vermittelst einer Definition sein Wesen begreifen können, da in ihm die für jede Definition erforderliche Bedingung, die Scheidung in Gattung und Merkmal, Allgemeines und Besonderes nicht vorhanden ist, vgl. oben S. 307, Als wesenhafte Attribute werden von einigen Mutaziliten: Leben, Wissen und Macht bezeichnet, Schahrest. I. S. 42, Pococke Specim. hist. Arab. pag. 214, 223, Saadia Emunoth II. S. 46, Bachja's Herzenspfl. l, 10, Maimonibes More I, 50, 83. Gazzäl! sagt darüber in seiner vestruetio philosopborum (hebr. Uebers.): הסכימו הפילוסופים על שקרוח קיוס המדע והיכולת והרצון בהתחלה הראשונה, כמו שהסכימו עליו המעתולה. Bgl. auch Schmölders Essai 8m les ecoles philosophiques chez les Arabes S. 187 und 196, Munk. Guide I, 180 Anm. 1, das. S. 208 Amn. 3; über die Stellung der Kartier zu der Theorie von den wesenhaften Attributen־. Aron den Elia, Ez-Chajim Kap, LXVII. vgl. oben S 315 Anmerk. 2.

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