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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 352

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Lage des Sinai oder Horeb
Date
1878-01-01
Page
Seite 352 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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852 Die Lage des Sinai oder Horeb. richtiger, eine topographische Benennung hat an diesem alten Jrrthum Schuld. Das fruchtbare und mit Palmen gesegnete Tiesthal oder die Oase unweit des rothen Meeres im Osten führte den Namen ®agav, davon noch die heutige Benennung Feiran oder Fi ran. In der vorchristlichen Zeit war aber der Name noch nicht vorhanden. Ebers irrte, indem er angab, daß der im zweiten Jahrhunderte lebende Geograph Claudius Vtolemäus dieselbe Gegend mit dem Namen Pharan bezeichne. Dem ist nicht so. Bei der geographischen Bestimmung des peträischen Arabien (V, 17) nennt Ptolemäns allerdings das Dorf Pharan Cd>aQav xmfir'j). Aber er kann damit unmöglich eine Localität in der Halbinsel gemeint haben. Denn er spricht (das. §. 3) von den schwarzen Bergen, welche sich von dem Meerbusen bei Pharan bis Judäa hinziehen: and rov xarä <J>a<)äv (,u׳%ov tue hxl vrjv JIovSaCav. Christliche Schriftsteller sind es, welche zu allererst von Pharan und Pharaniten in der Gegend an der östlichen Seite des Suez-Golfes sprechen. Christliche Einsiedler haben gewiß diesen Namen erfunden oder ihn von dem Paran bei Kadesch auf diese Gegend übertragen. Christliche Anachoreten hatten sich nämlich nach dem Muster ägyptischer Priester in den Felshöhlen im Osten des Golfes Suez angesiedelt. Mindestens im Anfang des vierten Jahrhunderts wurde Raphidim in der Nähe von Pharan gesetzt (Eusebius Oiiomasticon 8. v. Pharan et Raphidim). Er verlegt Pharan dahin, wo Josua die Amalekiter geschlagen, in die Nähe des Horeb. Den Ort Ra'ithu am Ufer des Golfes identificirten christliche Schriftsteller mit der Station Elim. In der Stadt Pharan, welche der Pilger Antonius Martyr als Wohnsitz der Midianiter äusgäb, wollte er sogar Nachkommen von Jethro gesehen haben 1). Hatten die Mönchslegenden Pharan in diese ') Vernums itaque in Pharan civitatem ... ipsa terra est Madianitarum, et habitantes in ipsa civitate dicifcur quise ex familia Jethro, soceri Moysis, descendunt, Tobler de 10eis sanctis quse perumbulavit Antonius Martyr.

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