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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 353

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Lage des Sinai oder Horeb
Date
1878-01-01
Page
Seite 353 (sequence 17)
Language
German
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IRI
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Itte Lag« der Sinai oder Honb. 853 Gegend verlegt und Pharan, Raphidim in den Wady Feiran gesetzt, fö »lüften sie den in der Nähe liegenden Berg Serba! als Sinai angesehen haben. Darin hat Ebers entschieden Recht gegen Tischend orf (a. a. O. S. 403). Die christlichen Inschriften in der Nähe des Serbal sprechen eher dafür, daß dieser von den christlichen Pilgern als Sinai angesehen wurde. Die Kirchen und Klöster auf dem Sinai, von welchen in den Berichten des vierten und fünften Jahrhunderts die Rede ist, wobei immer Pharan genannt wird, können nur auf dem Serbal gedacht werden. Procopius, der Historiograph des Kaisers Justitian, bringt den Sinai mit dem Palmenplatz in Verbindung, welche dieser Kaiser von den Saracenen erworben hat, d. h. mit Pharan. Erft später hat eine Spaltung unter den Mönchen in der Oase einige getrieben, sich östlich, am G'ebel-Musa, anzusiedeln, und diese hatten ein Interesse daran, diese Gebirgsgruppe als den heiligen Berg zu verkünden. Die Heiligkeit des Ortes sollte ihnen Relief geben und ihre Nebenbuhler am Serbal ausstechen. Diese waren es, welche die Gebeine der Märtyrerin Katharina aus Alexandrien von Engeln auf den Gipfel des Berges tragen ließen, der von ihr den Namen Katharinenberg, G'ebek- Katharin, erhalten hat. Die Mönche dieses Berges haben nach und nach über die des Serbal den Sieg davon getragen. Der Serbal wurde vernachlässigt, und der G'ebel-Musa oder der G'ebel-Katharin wegen der schauerlichen Einsamkeit der Gegend wurde durch das ganze Mittelalter bis auf die neueste Zeit als der echte und reckte Sinai gehalten, bis Robinson, welcher sich durch Augenschein überzeugt hatdaß keiner von beiden zu den Angaben im Pentateuch taugt, die Kuppedas Ras es-Safsüfeh dafür substituirte — mit eben so wenig Stichhaltigkeit. Der Name Pharan war der eine Jrrthum, welcher des rechten Weges zum Sinai verfehlen ließ. Den anderen Jrrthum veranlaßte das Schilfmesr. Man «,»rtz, xxvH. e. 23

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